Karatekas der SG Coesfeld sind Ausrichter der Westdeutschen Meisterschaften am 5. Mai

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Gemeinsames Training von Jung bis Alt: Bei der SG Coesfeld trainieren auch mal Karatekas aller Altersklassen zusammen.

Coesfeld. Am Samstag, 5. Mai, kommen Karatekas aus verschiedenen Vereinen und Altersklassen nach Coesfeld, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Die diesjährigen Westdeutschen Meisterschaften werden in der Kreisstadt in der Dreifachhalle des Schulzentrums ausgetragen. „Da unsere Karateabteilung der SG Coesfeld 06 dieses Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiert, sind wir die Gastgeber des großen Wettbewerbs“, erzählt Trainerin Pia Völker.

Im Rückblick auf die 40 vergangenen Jahre der Karateabteilung lassen sich einige einschneidende Veränderungen feststellen: „Die SG gibt es ja erst seit 2006, vorher war die Karateabteilung beim TuS Coesfeld untergebracht“, erklärt Völker. „Im Juni 2018 findet eine Feier für Mitglieder und Ehemalige anlässlich des 40-jährigen Jubiläums statt“, ergänzt die Karateka. Von der SG werden im Mai knapp 20 Karatekas aus gemischten Altersklassen bei den Westdeutschen Meisterschaften antreten. „Eine richtige Qualifizierung ist zuvor nicht notwendig, aber man sollte Turniererfahrung besitzen“, sagt Reinhard Oergel, ebenfalls Trainer.

Luka Hörsting gehört mit seinen zehn Jahren zu den jüngsten Karatekas der SG, die an den regionalen Meisterschaften teilnehmen. „Ich habe zwar schon auf einigen Turnieren gekämpft, aber ein bisschen Bauchkribbeln gehört jetzt trotzdem dazu“, so der Sportler. Karate trainiert Luka schon seitdem er sechs Jahre alt ist. Trotz seines jungen Alters trägt er bereits den orangen Gürtel – nach dem weißen und dem gelben Gurt ist dieser der dritte zu erreichende Schülergrad der Unterstufe. Die elfjährige Aika Chodera erkämpfte sich sogar schon den grünen Gurt. Sie ist seit drei Jahren beim Karate dabei. „Ein bisschen Aufregung ist immer da“, gibt auch sie zu.

„Gerade für die Kinder ist es eine große Herausforderung vor so vielen Zuschauern vorne zu stehen und das, was sie im Training gelernt haben umzusetzen“, sagt Oergel. „Dafür sind solche großen Turniere wie das im Mai gut geeignet: Gerade junge Sportler können hier wichtige Erfahrungen sammeln“, weiß Völker. Auch wenn das Ziel immer ein Platz auf dem Podest sei, sind sich beide Trainer einig: Das Wichtigste ist, zu sehen, dass „ihre“ Karatekas die bestmögliche Leistung zeigen.

Reinhard Oergel und Pia Völker sind bei den Westdeutschen Meisterschaften übrigens nicht ausschließlich als Trainer vor Ort – beide nehmen auch selbst an dem Turnier teil. „Das Besondere am Karate ist für mich das Gefühl der Zusammengehörigkeit und die körperliche Bewegung“, erklärt Oergel.

Solch große Veranstaltungen wie die Westdeutschen Meisterschaften seien natürlich auch eine Chance, Leute für den Sport Karate zu begeistern. „Wir freuen uns immer über neue Mitglieder“, sagt Oergel. Interessierte können immer mittwochs in der Halle der Kreuzschule beim Training von 18.15 bis 19.30 Uhr reinschnuppern (dann findet die Übungsstunde für Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren statt) – oder eben direkt bei den Westdeutschen Meisterschaften vorbeischauen.

Der Einlass ist am 5. Mai ab 9 Uhr, die Wettkämpfe beginnen um 10 Uhr. Dann treten zunächst Kinder und Schüler gegeneinander an, ab 13.30 Uhr sind die Jugendlichen und Senioren unter den Karatekas zu bestaunen. Für das leibliche Wohl der Zuschauer wird in einer Cafeteria gesorgt. „Den Verkaufserlös spenden wir an die Tschernobyl-Hilfe“, so Pia Völker.

Infos über alle Trainingszeiten und Weiteres zur Karate-Abteilung gibt es auf der Internetseite der SG Coefseld www.sg-coesfeld.de/karate.

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