Interview mit Trainer der neu gegründeten Volleyballmannschaft beim DJK-VfL Billerbeck Andreas Wittig

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Andreas Wittig (hinten rechts) trainiert die neue Jungen-Volleyballmannschaft. In der Anfangszeit bekommt er Unterstützung von Abteilungsleiter Hans-Jürgen Bradler (hinten links).

Billerbeck. In Zweierteams wird der Ball zugepritscht und gebaggert. „Die Arme müssen durchgestreckt bleiben“, korrigiert der Trainer. Das erste Paar versucht sich über das 2,43 Meter hohe Netz. „Das sieht schon viel besser aus.“ Nach der kurzen Aufwärmphase kommen die sieben jungen Volleyballer mit ihren Trainern zusammen. Die Trainer zeigen ihnen Tipps zur Verbesserung der Technik. Einige Regeln werden noch einmal kurz besprochen. So sieht das Training der neugegründeten Volleyball-Mannschaft des DJK-VfL Billerbeck aus. Streiflichter-Mitarbeiterin Lotte Köhne sprach mit Andreas Witting, der seit einigen Wochen nicht nur sein Können auf dem Feld, sondern auch als Trainer unter Beweis stellen muss.

Es gibt mittlerweile schon seit etwa 40 Jahren eine Volleyball-Abteilung im Verein. Wie sind Sie nach all den Jahren auf die Idee gekommen eine neue Jungenmannschaft zu gründen?

Andreas Wittig: Die Zahl der Mitglieder im Verein hat sich in den letzten Jahren extrem dezimiert. Es gab einige, die nach so einer Mannschaft gefragt haben. Unter anderem auch mein eigener Sohn. Letzendlich haben wir Werbung gemacht, damit erst einmal die kritische Größe an Spielern gegeben ist, um überhaupt anfangen zu können.

Wie viele aktive Spieler pro Mannschaft werden denn gebraucht, um in den Liga-Betrieb starten zu können?

Andreas Wittig: In einem Team sollten schon so zwölf bis 14 Leute spielen. Für ein Liga-Spiel werden aber etwa acht bis neun Volleyballer gebraucht. Sechs stehen auf dem Feld und die anderen können anschließend jeweils eingewechselt werden. Es wäre natürlich schön, wenn unsere Jungen-Mannschaft – momentan sind wir sieben Spieler – noch ein bisschen wächst.

Wer kann mitmachen, welche Voraussetzungen und Fähigkeiten sind notwendig?

Andreas Wittig: Im Moment sind die Jungs zwischen neun und 14 Jahre alt. Das Alter ist zwar erst einmal offen, allerdings sollte der Altersunterschied nicht zu groß werden, damit die Leistungen nicht zu weit auseinander gehen. Das Team besteht aus Neulingen. Noch keiner hat vorher schon woanders gespielt – höchstens mal in der Schule. Ein gewisses Ballgefühl ist allerdings notwendig. Ansonsten können sie alles lernen. Man sollte natürlich Spaß am Spiel haben und im Team funktionieren können.

Was können die Jungen machen, die auch daran interessiert sind in Billerbeck Volleyball zu spielen?

Andreas Wittig: Im Moment läuft das Ganze noch als Schnuppertraining. Interessierte können donnerstags zwischen 17 und 18 Uhr einfach zur Zweifachturnhalle in Billerbeck (Zum alten Hof 1) kommen und zugucken oder auch direkt schon mitmachen.

Was ist das Ziel der Mannschaft? Steht der Spaß oder die Leistung im Vordergrund?

Andreas Wittig: Erstmal sollen die Jungs die Techniken lernen und wie man überhaupt Volleyball spielt. Der Spaß steht aber im Vordergrund. Nach Möglichkeit wollen wir natürlich schnell an das Spiel kommen, um dann im nächsten Jahr gegebenenfalls schon am Liga-Betrieb teilnehmen zu können.

Was sind Ihre ersten Eindrücke von der Mannschaft?

Andreas Wittig: Die Rückmeldungen von den Eltern und Kindern sind sehr gut. In den Jungs steckt eine Menge Potenzial. Obwohl sie erst seit fünf Wochen zusammen spielen, haben sie schon einen tollen Teamgeist entwickelt.

Wie sind sie persönlich damals zum Volleyball gekommen?

Andreas Wittig: Ich spiele jetzt seit zwölf Jahren aktiv Volleyball. In der Schule habe ich das schon als Schwerpunktfach gewählt. Ein gewisses Interesse bestand also schon immer. Als ich vor zwölf Jahren mit meiner Frau nach Billerbeck gezogen bin, habe ich nach einer Sportart gesucht, die ich regelmäßig ausüben kann.

Was gefällt Ihnen besonders am Volleyball?

Andreas Wittig: Volleyball ist ein fairer Mannschaftssport. Man hat keinen Körperkontakt zum Gegner. Außerdem stärkt es die Gemeinschaft. Ich selber trainiere auch noch einmal in der Woche mit der Hobby-Mixed-Mannschaft hier in Billerbeck. Wir trainieren alle zusammen, sind aber in zwei Ligen angemeldet.

Was würden Sie sagen, macht einen guten Volleyballspieler aus?

Andreas Wittig: Was das Spielen angeht, sollte man natürlich ein gewisses Ballgefühl haben. Die richtige Technik muss auch gelernt sein und Sprungkraft ist natürlich auch nicht verkehrt. Weil es sich um einen Mannschaftssport handelt darf der Teamgeist nicht fehlen. Aber das Wichtigste ist wohl der Wille Neues zu Lernen.

Zum Thema

Volleyball beim DJK-VfL Billerbeck: Die Volleyball-Abteilung des DJK-VfL Billerbeck umfasst derzeit zirka 80 Mitglieder. Einige spielen in der Hobby-Mixed-Mannschaft, die in zwei verschiedenen Ligen spielt , andere sind nur noch inaktive Mitglieder. Die Jugend tritt derzeit mit einer Mädchen-Mannschaft (elf bis 17 Jahre) und der neugegründeten Jungen-Mannschaft (neun bis 14 Jahre) auf. Letztere spielt aber noch nicht im Liga-Betrieb. Mittlerweile hat die Volleyball-Abteilung etwa 40 Jahren auf dem Buckel.

Zur Person: Andreas Wittig wohnt seit zwölf Jahren mit seiner Frau und seinem neunjährigen Sohn in Billerbeck. Ebenso lange spielt er für den DJK-VfL Billerbeck Volleyball. Als er damals in die Baumberge gezogen ist, suchte er nach einer Sportart. Heute spielt er immer noch in der Hobby-Mixed-Mannschaft.

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