Grün-Weiß Nottuln empfängt Preußen Lengerich

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Am Sonntag beim SC Werne waren die Nottulner oft einen Tick schneller am Ball als der Gegner.

Nottuln. Am Ende war es eine Zitterpartie für Grün-Weiß Nottuln. Nach der frühen 2:0-Führung gegen den Werner SC kamen die Gäste kurz vor dem Pausenpfiff nochmal ran –auch weil Nottuln es verpasste, den Deckel drauf zu machen. Eine Situation, die schlechte Erinnerungen bei Trainer Oliver Glaser weckte: „Gegen Borken haben wir ein Tor in der Nachspielzeit kassiert. Dementsprechend angespannt sind wir dann auch in die zweite Halbzeit gestartet.“ So nachlässig, dass das Schlusslicht Werner SC nochmal für einen Schockmoment sorgte und den Außenpfosten traf. „Mit der roten Karte haben sie sich dann selber geschwächt, trotzdem hätten wir unsere Chancen besser ausspielen müssen“, fasst Glaser die zweite Halbzeit zusammen. Am Ende feiert seine Mannschaft den 2:1-Erfolg.

GW Nottuln steht nach dem zweiten Saisonsieg auf dem achten Platz in der Landesliga. Eine Platzierung, die Oliver Glaser nicht unzufrieden stimmt: „Mit Dorsten, Mesum und Senden haben wir auch schon gegen drei starke Mannschaften gespielt. Wir hätten mehr Punkte holen können oder sogar müssen, aber ich bin nicht traurig über den bisherigen Saisonverlauf.“ Vor allem mit seiner Defensive kann Glaser zufrieden sein, erst sechs Gegentreffer musste seine Truppe einstecken. Die Offensive bleibt hingegen ein kleines Sorgenkind. „Mit Clemens Donner, der sich ja im November das Kreuzband gerissen hat, fehlt natürlich unser Torjäger“, erklärt der Trainer: „Aber wir haben vorne gute Leute, die oft in aussichtsreiche Position kommen. Es fehlt ein wenig das Selbstbewusstsein, das aber nach eins, zwei Treffern sicherlich wieder kommt.“ Die sollen dann am besten im kommenden Spiel gegen Preußen Lengerich fallen, die mit zwölf Gegentoren nicht die beste Defensive der Liga stellen.

Die Ausgangslage 

Mit dem SC Preußen Lengerich kommt dennoch ein Verein, der punktgleich mit Nottuln auf Platz sieben in der Tabelle steht und aus den vergangenen drei Spielen ganze sieben Punkte holen konnte. Nicht ohne Grund sieht Glaser das Team von Trainer Lars Müller also als starken Gegner an: „Lengerich ist die Mannschaft der Stunde, vor allem nach dem Sieg gegen Mesum.“ Aber das Ziel steht fest. „Wir spielen vor heimischer Kulisse, da wollen wir den Dreier holen und die letzte unnötige Heimniederlage gegen Borken wiedergutmachen, als wir uns in der Nachspielzeit das 2:1 gefangen haben. Ich bin optimistisch, dass das klappt“, fordert Glaser von seinem Team und gibt gleichzeitig die taktische Vorgabe: „Mich interessiert es immer, wie der Gegner spielt, die Informationen dazu habe ich. Aber unser Spiel steht im Vordergrund und wir wollen unser Konzept durchbringen.“ Mit einem Dreier kann Nottuln einen ordentlichen Sprung in der Tabelle machen, bei einer Niederlage müsste Glaser aber auch schon früh in der Saison in den Rückspiegel schauen.

Das Personal

Neben dem langzeitverletzten Torjäger Clemens Donner ist Nils Depenbrock für Sonntag fraglich. Der Torwart ist weiter angeschlagen. Henning Klaus steht zur Freude des Trainers gegen Lengerich wieder zur Verfügung, nachdem er gegen den Werner SC fehlte. „Der Rest ist jetzt noch schwierig zu sagen, alles Weitere werden wir im Verlauf der Woche sehen“, blickt Glaser voraus.

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