Der Fußballkreis Ahaus/Coesfeld erhält zur neuen Saison zweiten Aufstiegsplatz zur Bezirksliga

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Der VfL Billerbeck feierte am Sonntag den Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga. Der Meister der Kreisliga A2 Ahaus/Coesfeld hatte dafür den Umweg über drei Entscheidungsspiele gehen müssen. Für den Nachfolger der Billerbecker wird dies im kommenden Sommer nicht erforderlich sein.

Kreis Coesfeld. Der Fußballkreis Ahaus/Coesfeld wird zum Ende der kommenden Saison 2018/19 wieder zwei Direktaufsteiger in die Bezirksliga stellen können. Diese Information veröffentlichte Anfang der Woche Kreisvorsitzender Willy Westphal. Für die heimischen Fußballvereine in den Kreisligen A1 (weitgehend bestückt mit Teams aus dem Raum Ahaus) und A2 (Raum Coesfeld) bedeutet dies: Die Meister in beiden Staffeln werden im Sommer 2019 als Direktaufsteiger feststehen.

Zuletzt waren mitunter mehrere Entscheidungsspiele erforderlich gewesen – zunächst zwischen den beiden Staffelmeistern untereinander, für das unterlegene Team dann in einer weiteren Runde gegen ein Team aus dem Kreis Münster. Adler Buldern 2017 und der VfL Billerbeck in diesem Jahr hatten zwar am Ende jeweils den Aufstieg geschafft. Dennoch war die Situation von vielen Seiten als unbefriedigend empfunden worden. Tenor vieler Vereinsvertreter: „Ein Meister sollte auch Direktaufsteiger sein!“ Dies war aber nicht möglich, seit der Kreis Ahaus/Coesfeld nach der Reform der Fußballkreise einen Aufstiegsrang verloren hatte.

Warum jetzt die Kehrtwende? „Der Fußballausschuss des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen hat das Berechnungsverfahren zur Ermittlung der Anzahl der Mannschaften, die von der Kreisliga A in die Bezirksliga aufsteigen, neu festgelegt“, klärt Westphal auf. „Für die kommende Saison 2018/2019 wird die Anzahl der Aufsteiger aus den jeweiligen Fußballkreisen nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren, das auch zur Berechnung der Sitzverteilung im deutschen Bundestag Anwendung findet, ermittelt.“

Davon profitieren nun die Fußballkreise Ahaus/Coesfeld und Münster, denen jeweils ein weiterer Aufstiegsplatz zugesprochen wird. Jedoch ist der zweite Aufstiegsplatz erstmal nur für eine Saison sicher. „Ob diese positive Wirkung auch für die Spielrunden der folgenden Jahre greift, ist unter anderem auch von der Anzahl der im Fußballkreis spielenden Mannschaften abhängig – die in den Verbandsklassen spielenden Teams werden bei der Berechnung nicht mehr berücksichtigt“, klärt Westphal auf. Die Gewähr, dass für die Saison 2019/2020 ebenfalls zwei Aufsteiger aus Ahaus/Coesfeld in die Bezirksliga wechseln können werden, sei aufgrund zurückgehender Mannschaftszahlen nicht gegeben.

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