Extra-Brisanz im Rosendahl-Derby: Osterwick empfängt SW Holtwick

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Im Hinspiel konnte Jürgen Meier einen Sieg bejubeln. Nun hofft der Spitzenreiter der Kreisliga A auf einen weiteren Derbysieg

Osterwick. „Wenn wir es schaffen, das Derby am Sonntag zu gewinnen, und Osterwick dann noch ein paar kleine Patzer hat“, sagt der Trainer von SW Holtwick, Johannes Dönnebrink: „Dann haben wir eine Chance auf die Meisterschaft.“ Das ohnehin brisanteste Spiel der Kreisliga A bekommt in dieser Auflage nochmal eine extra Prise Motivation. „Alle haben Bock, das wird ein richtig geiles Derby“, freut sich Dönnebrink. Für ihn wird es das letzte Derby für Holtwick, nach der Saison ist Schluss für den Spielertrainer. Die Vorfreude ist riesig: „Es wird eine mega geile Stimmung geben und eine krasse Kulisse von außen mit fast 500 Zuschauern.“

Auch die Jungs aus Osterwick können es kaum erwarten: „Die scharren mit den Hufen, dass es endlich losgeht“, so Trainer Jürgen Meier, der natürlich um die besonderen Umstände des Spiels weiß: „Wenn der Trainer aufhört, dann ist die Priorität natürlich, uns endlich mal zu schlagen.“ Und tatsächlich, Dönnebrink pocht auf den lang ersehnten Sieg gegen den Rivalen: „Wir wollen endlich mal in Osterwick gewinnen.“ Einfach wird das allerdings nicht. Die Tabellenspitze verdankt Westfalia Osterwick nämlich vor allem seiner Defensive, die mit 16 Gegentoren die beste der Liga ist. Eine Leistung, die Coach Meier stolz macht: „Das ist einfach klasse und eine wunderbare Basis, durch die wir auch vorne Selbstbewusstsein haben.“ „Die stehen zurecht da oben“, erkennt Dönnebrink an. „Das wird ein mega schweres Spiel und wir müssen 120 Prozent geben, um zu gewinnen.“ Findet auch sein Gegenüber: „Wer uns schlagen will, braucht viel Qualität, Teamgeist und Kampfgeist. Das ganze Paket.“

Die Ausgangslage

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir elf Spiele verlieren“, weicht Jürgen Meier der Frage auf die Meisterschaft aus. „Aber wenn wir nicht aufsteigen, dann ist das halt so. Es war nie unser Ziel, Meister zu werden. Im Gegensatz zu Olfen.“ Als Tabellenführer hat die Westfalia ihre Vorbereitung mit ordentlich Selbstvertrauen gespielt. „Ich bin lange dabei, aber so eine Begisterung für den Fußball wie bei meiner Mannschaft habe ich selten gesehen“, freut sich der Trainer. Kein Wunder also, dass sowohl die Ergebnisse als auch die Art und Weise der Spiele den Trainer hochzufrieden stimmen. „Ich bin absolut zufrieden! Wir haben uns super eingespielt und uns bei Laune gehalten. Drei Monate Pause sind extrem lang“, so Meier. „Die Jungs sind topfit und haben sich überall verbessert. Wir sind bestens vorbereitet.“ Auch Holtwick hat eine erfolgreiche Vorbereitung hinter sich. Trotz einiger Ausfälle zeigte sich die Stammelf in den bisherigen Tests spielerisch und kämpferisch bereits in Form. Das will Schwarz-Weiß auch in den Pflichtspielauftakt in diesem Jahr mitnehmen und ein Deja Vú verhindern. „Wir haben in der letzten Saison unnötige Punkte in den ersten Spielen liegen lassen und erst ab Mitte September angefangen, uns zu fangen“, ärgert sich Dönnebrink. „Wir haben sicherlich die Qualität, unter den ersten fünf zu landen und jetzt wollen wir den dritten Platz auch verteidigen.“ Beim Kampf um die Meisterschaft bleibt er ohnehin realistisch: „Die Chance liegt bei 20 zu 80. Ich glaube, dass Osterwick und Olfen das unter sich ausmachen werden.“

Das Personal

Auf der Torwartposition hat Osterwick neue Gesichter: Weil Julian Medding mit einem Zwerchfellriss und Florian Prause aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen, hüten Philipp Kröger aus der zweiten Mannschaft und Julian Wensky aus der A-Jugend zusammen mit Tobias Smolinksi das Tor. Bei den Feldspielern ist nur Leon Eggemann fraglich.

Holtwick muss indes auf einige Stammkräfte verzichten. Aufgrund der Anstoßzeit um 17 Uhr fällt Robin Klöpper aus, hinter Johannes Dönnebrink steht noch ein Fragezeichen. Henning und Lennart Barenbrügge und auch Timon Vierhaus fehlen verletzt. Aus der zweiten Mannschaft stößt Timo Fedder dazu. „Er ist sehr wichtig für uns“, so Dönnebrink.

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