Neue Perspektiven im Sport 

Erasmus-Projekt der Sportjugend Kreis Coesfeld: Junge Engagierte in Norwegen

14 junge Engagierte aus dem Kreis Coesfeld reisten beim Erasmus-Projekt nach Norwegen.

Das Ende ihrer Reise endete für 14 junge Engagierte aus dem Sport im Kreis Coesfeld aufgrund der Coronakrise abenteuerlich. Zuvor konnte die Gruppe bei einem Erasmus-Projekt in Norwegen aber viel über das Sportsystem in dem skandinavischen Land erfahren.

Kreis Coesfeld. Kurz vor Beginn der Coronakrise fand der erste Teil des internationalen Fortbildungs- und Austauschprogrammes der Sportjugend Kreis Coesfeld in Norwegen statt, das über das Programm „ERASMUS+ - Jugend in Aktion“ abgewickelt wird. Für vierzehn junge Engagierte aus dem Sport ging es für knapp eine Woche in die Olympiastadt Lillehammer in der Region Oppland. 

„Wir waren bei unserer Partnerorganisation Innlandet idrettskrets zu Gast. Vor Ort haben wir uns über die beiden Sportsysteme von Deutschland und Norwegen ausgetauscht und verschiedene Themen aus dem Sport und Ehrenamt diskutiert. So können die Engagierten neue Anregungen und Ideen für ihr Ehrenamt mit nach Hause nehmen. Zu den Themen gehörten zum Beispiel Werte im Sport, das Freiwilligen- und Ehrenamtssystem der beiden Länder und die Frage, wie der Sport dafür sorgen kann, dass benachteiligte Personen partizipieren können“, erklärt Katharina Ahlers, Vorsitzende der Sportjugend.

Sport für alle

„Für mich war es neu etwas über das norwegische Sportsystem kennen zu lernen und dessen Strukturen besser zu verstehen. Insbesondere den „Sport für alle“-Gedanken finde ich super. Auch ist mir der starke Wintersport-Schwerpunkt einmal mehr bewusst geworden und damit auch, wie divers Sport von Land zu Land oder allein zwischen verschiedenen Regionen sein kann“, erzählt Frederike Stell. Eines ihrer Highlights war die Teilnahme als Volunteer am ParaSnowboard World Cup. Dafür ging es im Skigebiet Hafjell rund 800 Meter in die Höhe. Beim Langlaufen konnte die Gruppe zudem selbst Wintersport-Erfahrungen sammeln.

Leonie Wieling freut sich, dass sie dabei sein konnte: „Ich konnte neue Erfahrungen sammeln und habe zudem gute neue Kontakte geknüpft. Durch den ständigen Vergleich mit Deutschland kommen zudem Ideen auf, was man verändern oder auch verbessern kann.“

Kurzfristiger Abbruch des Aufenthalts

Leider musste der Aufenthalt aufgrund der beginnenden Coronakrise vorzeitig abgebrochen werden. „Es ist sehr schade, dass wir das Programm nicht zu Ende bringen konnten. Aber ohne Vorzeichen hatte die norwegische Regierung kurzerhand die Schließung öffentlicher Einrichtungen beschlossen und es wurde untersagt, unser internationales Projekt fortzusetzen. Hals über Kopf mussten wir dann neue Flüge buchen und die Abreise organisieren, da auch unsere Unterkunft direkt am nächsten Tag geschlossen hat“, berichtet Katharina Ahlers. 

Somit ist der Aufenthalt in Norwegen für die Gruppe der Sportjugend mit einem kleinen Abenteuer geendet, da der neu gebuchte Flug auch noch gestrichen wurde, weshalb auf einen anderen Flug über Kopenhagen umgebucht werden musste. Als die Gruppe bereits im Bus auf dem Weg zum Bahnhof in Lillehammer saß, erreichte sie eine Mitteilung der Partnerorganisation, dass Gruppen den öffentlichen Nahverkehr nicht mehr nutzen dürfen. Vom Bahnhof ging es daher spontan mit einem vollgepackten Taxibus bis nach Oslo zum Flughafen. Als die Gruppe nachts am Dülmener Bahnhof ankam, waren alle glücklich, die abenteuerliche Rückreise gemeistert zu haben.

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Aktuelle Fallzahlen zu den Coronavirus-Infizierten im Kreis Coesfeld gibt es in unserem News-Ticker.

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