Droht eine Kettenreaktion? Zukunft von Fußballsenioren der DJK-VBRS ungewiss

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Ungewissheit über die sportliche Zukunft der Fußballer der DJK Coesfeld-VBRS sorgt für Spekulationen in den Ligen.

Coesfeld (tin). Spekulationen und Gerüchte kursieren derzeit im Kreis Coesfeld rund um die erste Fußballmannschaft der DJK Eintracht Coesfeld-VBRS. Aus allen Ligen sind die Augen auf den aktuell Tabellenersten der Bezirksliga gerichtet. „Wir wollen auf jeden Fall Meister werden und den Pokal nach Coesfeld holen“, bezieht Fußballabteilungsleiter Christian Lechtenberg Stellung. „Alles Weitere können und möchten wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen.“

Auf Grund der angespannten finanziellen Situation der Coesfelder kursiert das Gerücht, dass die Reise trotz der aktuellen Chance auf den Aufstieg in die andere Richtung geht – nämlich in die Kreisliga. Natürlich heizen solche Vermutungen die Stimmung in den betroffenen Vereinen an.

Es geht dabei um eine mögliche Abmeldung der Coesfelder aus der Bezirksliga. Laut Paragraph 52 der Spielordnung des Westdeutschen Fußballverbandes heißt es: „Mannschaften, die nicht sportlicher Absteiger waren und die mit Ablauf des letzten angesetzten Punktespieltages vom Spielbetrieb zurückgezogen und somit für die neue Spielzeit in dieser Klasse nicht mehr gemeldet werden, gelten nachträglich als Absteiger und verringern die Zahl der Absteiger entsprechend. Sie können in der neuen Spielzeit nur in der nächsttieferen Spielklasse am Spielbetrieb teilnehmen.“ Coesfeld kann aber stattdessen auch auf den Aufstieg verzichten und weiterhin in der Bezirksliga bleiben.

Fest steht, dass nichts fest steht: „Wie es in der nächsten Saison weitergeht, werden wir sehen, wenn es soweit ist“, so Lechtenberg. Trotz der Ungewissheit stehen zwei unterschiedliche Szenarien im Raum, die je nach Entscheidung der Coesfelder bis in die Kreisliga A reichen werden. Horst Dastig, Staffelleiter der Bezirksliga 11 muss ebenfalls auf die Entscheidung der DJK-VBRS warten, kann aber jetzt schon die „Was-wäre-wenn“-Fragen beantworten.

Sollte Coesfeld aufsteigen oder in der Liga bleiben, ändert sich für die Absteiger der Bezirks- und Kreisliga nichts. „Dadurch würde es bei einem Absteiger in der Kreisliga bleiben“, so Dastig.

Würden sich aber die Gerüchte über einen freiwilligen Abstieg der Coesfelder in die Kreisliga A bewahrheiten, wären die Auswirkungen für die Kellerregion der Bezirksliga wohl positiver, als für die Kreisligisten. „Es würden in diesem Fall nur die letzten beiden Bezirksligisten absteigen. Der dritte Absteiger wäre dann Coesfeld“, erklärt der Staffelleiter weiter. Ein Szenario das den akut Abstiegsgefährdeten Billerbeckern und Bulderanern wohl gefallen könnte. In der Kreisliga A müsste Lette aktuell die Reise gemeinsam mit der Reserve der Coesfelder in die Kreisliga B antreten.

Darüber hinaus ist die Möglichkeit eines weiteren Absteigers in der Kreisliga A nicht auszuschließen. Aktuell kämpft Union Lüdinghausen in der Bezirksliga 8 ebenfalls um den Erhalt in der Liga. „Wenn Lüdinghausen auch absteigt, muss logischerweise noch eine Mannschaft aus den Kreisligen (A1 und/oder A2) weichen“, beruft sich Dastig auf die Durchführungsbestimmungen des Kreises Ahaus/Coesfeld.

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