Im doppelten Einsatz: SL-Interview mit Stefan Bolz, Leichtathletiktrainer

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Stefan Bolz ist sowohl in Nottuln als auch bei der LG Coesfeld als Trainer tätig.

SL-Mitarbeiter Reinhold Kübber hat mit dem Leichtathletiktrainer, Stefan Bolz, über seinen doppelten Einsatz gesprochen, wie er zum Sport gekommen ist und was ihm dabei am wichtigsten ist.

Wie sind Sie zur Leichtathletik gekommen? 

Stefan Bolz: Durch den Nachbarn meiner Eltern. Er war damals Trainer und hat mich immer mitgenommen. In Reppenstedt, meinem Heimatort in der Lüneburger Heide, war es sehr familiär. Anschließend bei der LG Lüneburg kamen dann die Erfolge dazu. 

Wie viel Zeit investieren Sie in Ihr Hobby?

Zurzeit bin ich sowohl in Nottuln als auch bei der LG Coesfeld als Trainer tätig. Mit der Trainertätigkeit und den dazugehörigen Aufgaben und Wettkämpfen bin ich in der Sommersaison wöchentlich circa zehn Stunden für die Leichtathletik unterwegs. Im Winter etwas weniger.

Wie kam es, dass Sie als Nottulner zuerst als Trainer bei der LG Coesfeld begonnen haben?

SB: Berufsbedingt habe ich zunächst in Münster studiert. Dadurch ist erst der Kontakt zur damaligen LG Ratio Münster entstanden. Hier habe ich teilweise auch Athleten der LG Coesfeld trainiert, zum Beispiel im Stabhochsprung. Der Sohn des damaligen Abteilungsleiters der LG Coesfeld – Michael Laukamp – hat bei mir trainiert und darüber ist dann der Kontakt entstanden. Zu der Zeit sind wir dann nach Nottuln gezogen und dadurch entstand der Wechsel zur LG Coesfeld, wo als DJK-Verein ebenfalls viel Wert auf Gemeinschaft und Werte gelegt wird.

Welchen Stellenwert hat für Sie der Sport und warum engagieren Sie sich so stark!

SB: Mir ist in der heutigen Zeit die Wertevermittlung und die grundsätzliche sportliche Aktivität der Kinder und Jugendlichen sehr wichtig. Die gesamtgesellschaftliche Entwicklung läuft nach meiner Wahrnehmung gerade in die andere Richtung. Deshalb sollten wir im Sport für eine Wertegemeinschaft, Integration, Inklusion und eine breite Bewegungsentwicklung stehen. Dieses sollte wieder „wichtig“ werden. Denn körperliche Fitness und Ausdauer heißt für Kinder und Jugendliche im Übrigen auch eine höhere Konzentration und Lernbereitschaft. Wir leisten damit also neben den sozialen Aspekten unseres Sportes auch einen wesentlichen Beitrag für eine erfolgreiche Zukunft unserer Kinder neben dem Platz. Wenn wir in diesem Sinne den Kindern also einen Teil neben der Leichtathletik mitgeben können, haben wir schon etwas gewonnen. Die Zukunft unserer Kinder sollte es uns wert sein, sich für Gemeinschaft einzusetzen.

Was sind Ihre ehrenamtlichen Schwerpunktbereiche?

SB: In Nottuln gemeinsam eine Abteilung aufzubauen, die unabhängig der Personen funktioniert und auch bestehen bleibt. Hierzu gehören ein großes Netzwerk und viele helfende Hände. Eltern, die bereit sind eine gewisse Zeit für die Abteilung und ihre Kinder zu investieren. Da ist es wichtig, die Strukturen der Abteilung um die Trainerinnen und Trainer herum aufzubauen. Je flexibler wir sind, desto mehr können alle davon profitieren. Der Zuwachs in unserer Abteilung zeigt, dass der Bedarf riesig ist. Wir sind innerhalb der letzten drei Jahre von 25 Mitglieder auf über 100 Mitglieder gewachsen. Daran kann man ablesen, welch großen Trainer- und Helfer-Bedarf wir für unseren Stiftslauf, Kinderleichtathletikwettkampf und Kindertriathlon benötigen. Denn diese drei Wettkämpfe sind mittlerweile fester Bestandteil unserer Abteilung und damit auch organisatorisch zu begleiten.

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