Darfelder boxen „rechts-links im Wechsel“

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Die neun jugendlichen und erwachsenen Kursteilnehmer freuen sich mit Trainerin Laura Hesener (Dritte von links) , dass der Boxkurs des SV Turo Darfeld nach den Sommerferien wieder los geht.

Darfeld. Aus den Musikboxen der städtischen Turnhalle in Darfeld tönt es: „Three, two, one, let’s go!“ Und die neun Sportlerinnen und Sportler fangen an, im Dauerfeuer auf die Matten einzuschlagen. „Rechts-links im Wechsel und immer schön die Beine mitnehmen!“, ruft Laura Hesener den Sportlern zu.

Nach 20 Sekunden folgt die nächste Ansage der Trainerin: „Three, two, one, break!“ Zehn Sekunden Pause. So geht es vier Minuten lang immer im Wechsel, mal schnelle, mal feste Schläge. Schweißtreibend geht es zu beim Boxkurs des Sportvereins Turo Darfeld.

Beim ersten Training nach den Sommerferien in der vergangenen Woche trafen sich neun Boxbegeisterte in der Darfelder Turnhalle. Neben vielen bekannten Gesichtern war auch ein Neuzugang dabei. „Die meisten sind schon länger dabei und kommen auch gerne wieder“, freut sich Laura Hesener. „Obwohl Boxen ein Einzelsport ist, haben wir hier ein super Gruppengefühl. Neue Teilnehmer sind natürlich immer willkommen.“ So wie Nicklas, der heute zum ersten Mal mitmischt.

„Ich wollte gerne mehr Sport machen. Mein Freund Jerome boxt schon länger und hat mir von dem Kurs erzählt. Mir macht es sehr viel Spaß, ich werde auf jeden Fall wieder kommen“, lobt er die Atmosphäre in der Gruppe. Nach einer kurzen Trinkpause geht es weiter mit der nächsten Einheit: Zirkeltraining an den Matten. An fünf Stationen trainieren die Teilnehmer ihre rechten und linken Schläge und Haken sowie ihre Kondition mit dem „Dauerfeuer“.

Trainerin Laura Hesener zeigt Debütant Nicklas die richtige Handhaltung beim Boxen.

„Bewegung! Wer auf der Stelle steht, macht extra zehn Liegestütz!“, ruft Laura Hesener den schon leicht erschöpften Sportlern zu und treibt sie an, noch einmal alles zu geben. Die Matten dienen dabei als Ersatz für die Boxsäcke, die in der Halle nicht aufgehängt werden können. Das restliche Equipment wie Boxhandschuhe und Schlagpolster bringt die 26-Jährige selbst mit.

Schon seit zehn Jahren boxt die Übungsleiterin und gibt auch in ihrem Wohnort Nordwalde Boxtraining. Zur Frage, wie die gebürtige Altenbergerin zum Boxen kam, sagt sie: „Ich habe früher Volleyball gespielt, das hat mir irgendwann nicht mehr gefallen. Ich wollte aber nicht aufhören, Sport zu machen, also habe ich zusammen mit einer Freundin verschiedene Sportarten ausprobiert, bis ich dann wider Erwarten beim Boxen hängengeblieben bin.“

Nach dem Zirkeltraining dürfen die Teilnehmer endlich raus aus den warmen und schwitzigen Handschuhen. Doch damit ist der Kurs noch nicht vorbei. In der Zwischenzeit hat die Trainerin einen Mattenkreis vorbereitet – jetzt heißt es Krafttraining. Zum Abschluss verausgaben sich die Aktiven noch mit Sit-ups, Kniebeugen, Unterarm- und Liegestützen, ehe sie in den wohl verdienten Feierabend gehen.

Wer das Boxtraining selbst mal ausprobieren möchte, der darf sich gerne zum unverbindlichen Schnuppern melden. „Das Training findet immer zwischen den Ferien statt. Eigentlich studiere ich in Enschede Soziale Arbeit, deswegen hängen die Zeiten des Kurses von meinem Stundenplan an der Uni ab. Nach den Herbstferien können sich die Zeiten also noch verändern“, informiert Laura Hesener. Bis zu den Herbstferien trainiert die Gruppe dienstags von 20 bis 21 Uhr in der städtischen Turnhalle (Sudetenstraße 13) in Darfeld. Interessierte Jugendliche und Erwachsene – die Altersspanne reicht aktuell von 14 bis 35 Jahre, auch ältere Aktive sind jedoch gern gesehen – können sich bei Birgit Moch unter Telefon (02545) 8067 anmelden.

Drei Fragen an Sabine Küper

Sie gehören schon von Anfang an zu den Teilnehmern. Wie sind Sie damals auf den Kurs aufmerksam geworden?

Sabine Küper: „Die Mutter einer Freundin ist sehr aktiv im Turo Darfeld. Sie hat uns auf den Kurs aufmerksam gemacht. Ich habe dann zusammen mit meiner Freundin angefangen.“

Und ihre Freundin ist auch noch mit dabei? 

Sabine Küper: „Momentan muss sie eine Zwangspause machen, weil sie schwanger ist. Sie hat aber vor, nach der Schwangerschaft und der Stillzeit wieder mit dem Boxen anzufangen.“

Wie ich sehe, haben Sie sich auch schon eigene Boxhandschuhe zugelegt… 

Sabine Küper: „Ja, nach dem zweiten Kurs habe ich mir schon eigene Handschuhe gekauft. Ich finde es einfach angenehmer – da ist dann nur mein Schweiß drin (lacht). Aber wenn man öfter boxt, lohnt es sich auf jeden Fall, sich eigene Handschuhe zuzulegen.“

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