Brukteria-Organisationsteam ruft zur digitalen Wettkampfalternative auf

Corona-Challenge statt Abendlauf in Rorup

Neben Kirsten Hülsenbeck (rechts) und Rene Bertelsbeck (links) als Vereinsvertreter von Brukteria Rorup würden sich Gerlind Preßler (Dülmener Tafel, Zweite von links) und Martin Suschek (Hospiz Anna Katharina, Zweiter von rechts) über ein möglichst hohes Spendenaufkommen freuen.

Rorup. Die erste Absage in der 33-jährigen Geschichte des Roruper Abendlaufs – auf dieses Novum hätte Rene Bertelsbeck gerne verzichtet. Für den Hauptorganisator und seine Mitstreiter kam eine einfache Absage der am 10. Juli geplanten Veranstaltung jedoch nicht infrage. „Wir wollen eine sportliche Herausforderung als Alternative anbieten und nebenbei noch etwas für den guten Zweck tun“, betont er. So war die Idee einer „Corona-Challenge“ in Form eines virtuellen Laufs schnell geboren.

Im Rahmen einer großen Veranstaltung können sich die Läuferinnen und Läufer aktuell zwar nicht messen. „Trotzdem können wir der Gemeinschaft online mitteilen, welche Zeiten wir im Training oder Lauftreff unter Wettkampfbedingungen gelaufen sind“, erklärt Bertelsbeck die Idee des virtuellen Laufs und fügt schmunzelnd hinzu: „Der Nervenkitzel entsteht, wenn ich mich beim Aufrufen der Ergebnisliste mit den anderen Teilnehmern vergleichen kann.“

Neben der sportlichen Herausforderung dient die „Corona-Challenge“ auch einem guten Zweck. Pro eingetragener Zeit wird um eine Spende von 5 Euro auf ein eigens dafür eingerichtetes Konto gebeten. Der Spendenerlös kommt je zur Hälfte der Dülmener Tafel und dem Hospiz Anna Katharina zugute. „Aufgrund nicht stattfindender Kultur-, Freizeit- und Sportveranstaltungen haben insbesondere gemeinnützige Organisationen das Problem, ausreichend Spenden einzusammeln, um ihre enorm wichtige Arbeit weiter verrichten zu können“, erläutert Kirsten Hülsenbeck, Vorsitzende von Brukteria Rorup, den karitativen Zweck der „Corona-Challenge“.

Die Spendenaktion richtet sich dabei nicht nur an die teilnehmenden Läuferinnen und Läufer, sondern ausdrücklich auch an Privatpersonen oder größere Gruppen, die auch ohne sportlichen Einsatz ihren Beitrag leisten wollen. „Eben weil der Gesamterlös in voller Höhe dem guten Zweck zugutekommt, ist das Geld hier besonders gut angelegt“, hebt Kirsten Hülsenbeck hervor. In den vergangenen Jahren zählten die Organisatoren des Roruper Abendlaufs häufig über 1 000 Finisher im Ziel. Bei der „Corona-Challenge“ hoffen alle Beteiligten auf eine hohe Spendenzahl, aber auch „die eine oder andere sehr großzügige Summe“, wie Kirsten Hülsenbeck verrät. Diesem Wunsch können sich Gerlind Preßler (Dülmener Tafel) und Martin Suschek (Hospiz Anna Katharina in Dülmen) nur anschließen, da ihre Organisationen mehr denn je auf viele Spenden angewiesen sind. Der nächste Abendlauf ist für den 9. Juli 2021 terminiert. Dann könnte man auf die „Corona-Challenge“ tatsächlich als Novum zurückblicken – ein im Sinne aller Beteiligten hoffentlich sehr erfolgreiches Novum.

SO LÄUFT DIE „CORONA-CHALLENGE“

Die „Corona-Challenge“ läuft wie folgt ab: Ab dem 10. Juli ist auf der Homepage www.rorup.net/lauftreff die Anmeldung zur „Corona-Challenge“ möglich. Der Eintrag samt Name, gelaufener Strecke (400m, 1,5 km, 3,0 km, 10,0 km und Halbmarathon), Verein und Zeit ist dann insgesamt 14 Tage lang möglich. Anschließend ergibt sich daraus eine immer wieder live ermittelte Ergebnisliste, anhand derer nach Ablauf der zwei Wochen auch eine Urkunde erstellt werden kann. Dabei wird um eine Spende in Höhe von mindestens 5 Euro gebeten.

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