Coesfelder zeigen sich bei Westdeutschen Karate-Meisterschaften erfolgreich

Das Kata-Team 5 mit Kevin Oergel (von links), Jan Oergel und Lukas Büker (1.Platz) und Kata-Team 4 mit Nils Ameling (von links), Pia Völker, Celina Stattrop (3. Platz)

Coesfeld. 22 Vereine aus 18 Städten mit rund 250 Sportlern fanden sich am Samstag in der Halle des Schulzentrums ein. Coesfeld war in diesem Jahr der Schauplatz für die Westdeutschen Karate-Meisterschaften.

Nicht nur die Gäste aus Nordrhein-Westfalen, Baden Baden, Baden Württemberg, Niedersachsen und Rheinlandpfalz machten sich mit ihren besten Sportlern auf den Weg ins Münsterland, auch die Coesfelder Karateabteilung der SG 06 war gut und zahlreich vertreten. 18 Karatekas traten für ihr Dojo an. Das 40-jährige Jubiläum diente als Grund für die Ausrichtung der Meisterschaften. Den zahlreichen Zuschauern wurde in 500 Kämpfen der Karatesport auf höchstem Niveau geboten.

Bei den Mädchen sah es in den gleichen Altersklasse schon ein wenig erfolgreicher aus. In der Kategorie Kata kamen Lucy Ly, Melina Averkamp und Lena Große-Föller in die zweite Vorrunde. Hier standen sich letztlich Melina und Lena gegenüber. Den vereinsinternen Kampf entschied Lena für sich, musste sich aber im Halbfinale von den anderen Gegnern geschlagen geben. Im Kumite hingegen schaffte es Melina über die ersten Runden hinaus und kämpfte sich bis ins Finale vor. In ihren beiden Finalkämpfen kam sie jeweils ins Stechen, welche sie mit Bravur meisterte und sich den ersten Podestplatz sicherte. Eine letzte Chance bot sich den Mädchen gemeinsam als Kata Team. In dieser Disziplin kommt es vor allem auf Synchronität und eine starke Teamleistung an. Das Trio zeigte eine ordentliche Kata, schaffte es aber nicht ihre Gegner zu besiegen.

Aika Chodera während der Kata "Heian Shodan" (3. Platz)

In einer Gürtelgradierung über ihnen schaffte das Kata-Team um Luka Hörsting, Victoria Link und Jeroen Lanwer mit der Kata „Heian Shodan“ den Sprung ins Finale. Ganz knapp unterlagen sie hier den Gegnern und belegten den undankbaren vierten Platz. Aber auch die Orangegurtträger gingen in den Disziplinen Kata und Kumite an den Start. Anders als Luka und Victoria schaffte Jeroen es im Kumite in die nächste Runde, doch hier waren die Gegner letztendlich zu stark. Besonders ärgerlich lief es für Luka in der Kata-Vorrunde. Nach eine sehr guten Leistung, die Trainer jubelten schon ein wenig, entschieden sich die Kampfrichter gegen ihn und ließen den Gegner in die nächste Runde einziehen.

In der höchsten Schülergruppe schickte die SG Coesfeld Aika Chodera, Lotta Tebarth und Max Jansen auf die Kampfflächen. Die 11- und 12-Jährigen sammelten bereits zuvor schon Wettkampferfahrungen. Genau diese nutzen sie, um die Sportler aus den anderen Dojos zu schlagen. Aika kämpfte sich aufs Podium und sicherte sich schließlich die Bronzemedaille in der Kategorie Kata. Gemeinsam mit Lotta und Max bildete sie das dritte Coesfelder Kata-Team. Erstmals traten sie in dieser Konstellation auf und zeigten mit der „Heian Nidan“ ihr Können. Für das Podest reichte es hier leider nicht aus.

Am Nachmittag war es Zeit für die Jugend, Junioren und Senioren. Die SG Coesfeld schickte sieben ihrer besten Sportler an den Start. So traten Celina Stattrop und Nils Ameling bei den 15 bis 17-Jährigen an und überzeugten mit guten Leistungen. Nils sammelte im Kata-Finale genügend Punkte und holte somit eine Bronzemedaille nach Hause. Celina schaffte es im Kumite bis ins Finale und besiegte hier ihre Gegnerin in einem eindrucksvollen Kampf. Dies reichte um auf dem Podest nach ganz oben zu kommen. Die 17-jährige wurde Westdeutsche Meisterin 2018!

Celina Stattrop bei der Siegerehrung (1. Platz Kumite)

Bei den Junioren und Senioren kämpften Pia Völker, Jan Oergel, Kevin Oergel und Lukas Büker um die Podestplätze. Pia sicherte sich in der Altersgruppe 18-21 Jahre im Kumite den dritten Platz und bildete gemeinsam mit Nils und Celina das Kata-Team Nr.4. Sie fielen somit in die gleiche Gruppe wie das Kata-Team rund um Jan, Kevin und Lukas. Beide Coesfelder Teams standen am Ende im Finale und kämpften mit dem Team aus Gladbeck um den Meistertitel. Dies gelang am Ende der Jungs-Mannschaft, die die Gäste aus Gladbeck auf den zweiten und das gemischte Coesfelder Team auf den dritten Platz verwies. Nachdem es in den Teamkämpfen in Kata so gut lief, versuchten es Lukas und Jan gemeinsam mit Holger Böing vom Münsteraner Dojo als Kumite-Team. Für alle drei lief es in der Einzeldisziplin nicht so gut, sodass sich ihnen nun eine zweite Chance bot. Ihre drei Kämpfe meisterten sie so gut, dass es am Ende für den dritten Platz reichte.

Insgesamt kann die Karate-Abteilung der SG Coesfeld 06 also nicht nur auf das 40-jährige Jubiläum, sondern nun auch auf erfolgreiche Meisterschaften zurückblicken. Mit einer Ausbeute von 3 Gold- und 6 Bronzemedaillen sind die Trainer rund um Reinhard Oergel vollkommen zufrieden. „Die Kinder, aber auch die Jugendlichen, haben ihr Bestes gegeben und können stolz auf sich sein! Aber auch die ganzen helfenden Hände dürfen nicht vergessen werden, ein großes Dank gilt den fleißgien Eltern und Mitgliedern.“ Nun wird sich vollkommen auf die Deutsche Meisterschaft, die in vier Wochen in Bochum ausgerichtet wird, konzentriert. Denn auch dort wird die SG Coesfeld wieder durch ihre besten Sportler vertreten.

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