Borussia Darup empfängt Brukteria Rorup

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Micky Gravermann.

Darup/Rorup. Borussia Darup und Brukteria Rorup – diese Vereine trennen nur gute vier Kilometer Luftlinie. Beide Teams spielen zwar keine glänzende Saison, können sich unten aber aus dem Gröbsten raus halten. Das ist besonders für Brukteria Rorup als Erfolg anzusehen, da sie im letzten Jahr schon mit einem Bein in der B-Liga standen und erst in der Relegation das Ticket für eine weitere Saison in der Kreisliga A ziehen konnten. Auf der anderen Seite ist es für Michael Gravermann, der früher als geplant seinen Vorgänger Simon Artmann ablöste, das erste Heimspiel als neuer Trainer von Borussia Darup. Am Sonntag beim 0:0 bei der DJK Dülmen stand er das erste Mal überhaupt an der Seitenlinie der Daruper. „Klar ist es einfacher, erst im Sommer mit etwas mehr Vorbereitungszeit zu starten, aber ich habe mit Jan Ahlers einen erfahrenen Spieler, der mir die Anfangszeit erleichtert hat“, so Gravermann.

Am letzten Sonntag entführte die Borussia einen Punkt von der DJK Dülmen. „Das war für uns schon etwas schmeichelhaft, da der Gegner schon in der ersten Halbzeit den Sack hätte zumachen können“, gibt Gravermann zu. Die Roruper kamen gegen den Spitzenreiter Adler Buldern zweimal stark zurück und erkämpften sich am Ende ein 2:2-Unentschieden. „Die Jungs haben genau das umgesetzt, was ich vorgegeben habe“, freute sich Rorups Spielertrainer Tim Weber nach der Partie. Jetzt sorgt bei den Rorupern wieder das Derby für Gesprächsstoff. Das war auch schon in der Hinrunde so, als die Roruper auf gegen die Borussen deutlich mit 0:4 das Nachsehen hatten. „Die Niederlage war noch lange Thema bei uns und haben wir bis heute nicht so ganz vergessen. Das war wohl unser schlechtestes Spiel“, betont Weber.

Die Ausgangslage: Wer als Sieger aus dem Derby hervorgeht, könnte sich allmählich endgültig aus der aus der Gefahrenzone entfernen. Besonders für die Daruper wäre es ein großer Schritt, da sie noch zwei Punkte vor den Rorupern stehen, bei denen in dieser Saison eine klare Auswärtsschwäche zu erkennen ist, denn in der Auswärtstabelle steht die Weber-Elf auf dem letzten Platz. Der Spielertrainer hat da aber schon eine Idee, um einer weiteren Pleite in der Fremde vorzubeugen: „Ich denke, dass wir uns dieses Mal in Rorup umziehen und warmlaufen, vielleicht bringt uns das endlich mal wieder einen Punkt in einem Auswärtsspiel.“

Das Personal:

Am Ende der Winterpause war die Lage bei den Borussen noch sehr angespannt. Viele Akteure hatten mit Verletzungen zu kämpfen. Das hat sich in den letzten Wochen wieder gelegt. Gegen die DJK Dülmen fehlte Marcel Ahlers krankheitsbedingt. Gegen Rorup wird er voraussichtlich wieder dabei sein. Für den Langzeitverletzten Marcel Ewelt kommt ein Einsatz aber noch zu früh. „Er ist nach seiner Kreuzbandverletzung in der letzten Woche wieder mit dem Lauftraining angefangen“, bestätigt Gravermann. Die Roruper Liste der Verletzten bleibt hingegen lang: Mit Julian Muddemann, Markus Langener, Manuel Töns, Manuel Peters und Alexander Albers fallen gleich mehrere Spieler aus. Dass Weber trotzdem eine schlagkräftige Truppe auf den Platz bringen kann, hat spätestens das 2:2 gegen Adler Buldern gezeigt. Für den Spielertrainer von Brukteria Rorup ist alles nur eine Frage der Strategie. Sein Motto für das Derby: „Mit veränderter Strategie zum Erfolg.“

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