Bogensportabteilung der DJK Coesfeld veranstaltet Schnupperschießen am 10. Juni

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Die Bogenschützer der DJK Coesfeld treffen sich immer dienstagsabends, um ihrem Hobby nachzugehen.

Ein bisschen versteckt liegt sie schon: Direkt vor dem Industriepark in Flamschen rechts abgebogen, führt ein Feldweg auf der rechten Seite zur Bogensportanlage der DJK Coesfeld. Dort angekommen bemerkt man allerdings sofort die Ruhe, die der Standort inmitten der Natur verströmt. Kein Wunder, dass für manch einen gerade die Entspannung und das Meditative den Reiz der Sportart ausmacht. Dass der Bogensport aber auch ganz verschiedene Seiten und Aspekte beinhaltet, will der Verein bei einem Schnupperschießen am Sonntag, 10. Juni, zeigen.

Erwin Sparwel (links) und Richard Weiss (rechts) schießen mit Langbogen, Martin Schürmann (Mitte) mit Compoundbogen.

Die Bogenschützen können sich auf dem Feld mit Zielscheiben in Entfernungen von 18 bis zu 90 Metern je nach Vorliebe austoben. Dadurch, dass die Scheiben fest in die Wiese integriert sind, kann direkt losgeschossen werden, ohne großen Aufwand beim Aufbauen zu haben. Die Ausgleichsfläche bietet sich also perfekt an – lediglich ein paar Schafe leisten den Sportlern hin und wieder Gesellschaft. Pfeil einlegen, Ziel visieren und loslassen. Was für den Laien wie das Vorgehen eines jeden Schützen wirkt, ist tatsächlich von großen individuellen Unterschieden gekennzeichnet. So gibt es beispielsweise beim Zielen ganz verschiedene Techniken. „Beim sogenannten String Walking wird die Sehne unterschiedlich gegriffen. Mein Trainer empfahl mir damals das Gapshooting, bei dem entweder über oder unter dem eigentlichen Ziel gehalten wird, um dann richtig zu treffen. Für mich persönlich ist aber das instinktive Zielen der richtige Ansatz. Man visiert das Ziel und geht dann intuitiv vor. Beim Bogenschießen gilt also: Für jeden gibt es die passende Methode“, erläutert Richard Weiss. Doch nicht nur das Zielen beinhaltet persönliche Präferenzen; natürlich gibt es bei einer Sportart, die so stark vom Equipment abhängig ist, auch eine Vielfalt an Bögen. Jeder Bogen hat seinen eigenen Reiz. Der Einstieg in die Sportart erfolgt meist mit Recurvebögen, Fortgeschrittene Schützen nutzen häufiger die modernen Compoundbögen mit denen sehr präzise geschossen wird. Fans von traditionellen Bögen erfreuen sich hingegen an den Langbögen, die von ihrem Aufbau den klassischen Bögen nachemfpunden sind. Anfänger bei der DJK können sich gegen eine Leihgebür zunächst einen Bogen ausleihen.

Auch wenn die Sportgeräte der Mitglieder des DJK-Bogensports verschiedenen sind, die Leidenschaft für das Hobby teilen alle. „Das loslassen macht richtig Spaß. Man befreit sich vom Alltagsstress. Wenn man sich auf ein Ziel konzentriert und versucht auf jedes Detail zu achten nimmt das die gesamte Aufmerksamkeit ein. Andere Gedanken haben da gar keinen Platz mehr. Für mich hat das Bogenschießen fast einen meditativen Reiz“, schwärmt Erwin Sparwel von der Sportart. Ein entspannendes Hobby – da sind sich die Bogensportler einig. Hinzu kommt für Andreas Terwey und Dirk Rensmann der Reiz sich bei Turnieren zu messen. Dafür nehmen die beiden auch Fahrstrecken von mehreren Stunden in Kauf.

„Es ist einfach schön auf so viele Gleichgesinnte zu treffen. Obwohl das Bogenspießen ein individueller Einzelsport ist, ist die Stimmung in der Gruppe immer gut“, so Terwey.

Rensmann, der dieses Jahr bei der Deutschen Meisterschaft den zweiten Platz belegte, gefällt, dass ihm sein Hobby ermöglicht sich stetig zu verbessern: „Man kann seinen eigenen Fortschritt genau festhalten. Es gibt immer noch Potenzial nach oben. Bei den Turnieren hat man dann den direkten Vergleich zu anderen, und kann zum Teil sogar mit den absoluten Profis schießen.“

Die Zielscheiben auf der Bogensportanlage in Flamschen sind in Entfernungen von 18, 30,40,50, 60, 70 und 90 Metern positioniert.

Die Bogensportabteilung des DJK Coesfeld ist noch relativ jung: 2010 wurde zunächst damit begonnen einzelne Kurse anzubieten. „Da der Andrang so stark war, kam die Idee auf, nicht nur Kurse anzubieten, sondern eine eigene Abteilung aufzubauen. Das haben wir dann 2012 gemacht“, berichtet Gründungsmitglied Rolf Stöveken. Damit die Coesfelder Bogensportabteilung noch weiter wächst ist nun das Schnuppernschießen für Sonntag, 10. Juni, von 10 bis 16 Uhr auf der Bogensportanlage geplant. Anstelle der früheren Schnupperkurse, können alle Interessierten ab zehn bis zwölf Jahre sich einmal selbst an Pfeil und Bogen probieren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Interessierte können dann die ersten Male kostenlos bei dem Training mitmachen. „Ein modifiziertes Schnuppern“, wie Terwey es beschreibt, „Der Bogensport ist eine Sportart für Jedermann und bietet sich auch als Familiensport an. Das gilt auch für unseren Schnuppertag: Alle die das Bogenschießen einmal ausprobieren möchten, sind willkomen!“

Zum Thema: DJK-Bogensport

In der Sommerhälfte (bis September) findet der Bogensport der DJK an der Bogensportanlage Flamschen, Scheelestraße, statt. In der Winterhälfte wird die DJK Sporthalle an der Dieselstraße 33 zum Schießen genutzt. Immer dienstags trainieren Jugendliche und Anfänger von 17 bis 19 Uhr. Im Anschluss findet dann das Erwachsenen- beziehungsweise Fortgeschrittenentraining statt. Interessierte können sich per E-Mail an bogensport@djk-coesfeld.de melden.

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