Abstiegskampfs pur: DJK Coesfeld II empfängt Vorwärts Lette

Dennis Koopmann wird im Abstiegsderby gegen Vorwärts Lette gefordert. So langsam muss seine Mannschaft punkten, um den Anschluss nicht zu verlieren.

Coesfeld/Lette. Es wird enger im Tabellenkeller der Kreisliga A. Zehn Spieltage vor Schluss kämpfen Brukteria Rorup, Vorwärts Lette und die Reserve der DJK Coesfeld um den Klassenerhalt. Letztere treffen am Sonntag in einer richtungsweisenden Partie aufeinander. Fünf Punkte liegen zwischen dem Drittletzten Lette und Tabellenschlusslicht Coesfeld. „Der Druck liegt bei uns“, weiß Dennis Koopmann, Trainer der DJK Coesfeld. „Wir müssen gewinnen!“

„Noch können wir es aus eigener Kraft schaffen“, so Koopmann. „Aber die Spiele werden weniger und wir sind immer noch Letzter. Wir sind in einer sehr prekären Lage.“ Um am Sonntag drei Punkte einzufahren, erwartet er von seinen Jungs vor allem mehr Aggressivität: „Nicht gegen den Gegner, sondern der unbedingte Wille auf ein Tor. Diese Galligkeit hat zuletzt gefehlt.“ Das klappt beim Gegner besser. „Die haben eine ordentliche Offensive“, weiß Koopmann. „Lette war mal vier Punkte hinter uns, aber sind nach dem schlechten Saisonstart zusammengewachsen und haben die Zeichen der Zeit erkannt. Die werden am Sonntag hochmotiviert sein, wir müssen uns auf was gefasst machen.“ Für die Extra-Motivation braucht Marco Kleinhölting, Co-Trainer von Vorwärts Lette, nicht einmal eine besondere Kabinenansprache. Stattdessen muss er nur ans Hinspiel erinnern: „Wir haben noch eine Rechnung offen“, erinnert er sich an die 1:2-Niederlage. Die Tabellensituation macht das Derby gegen den großen Nachbarn noch brisanter: „Das Spiel ist enorm wichtig und wir wollen drei Punkte holen.“ Auch Kleinhölting erwartet ein schweres Spiel: „Coesfeld ist zwar Letzter, aber das heißt nicht viel, die werden uns alles abverlangen. Wenn wir unsere Leistung abrufen, dann sind drei Punkte drin.“

Die Ausgangslage 

Den Pflichtspielauftakt in das neue Jahr hat sich Dennis Koopmann anders vorgestellt. „Wir sind frohen Mutes nach Olfen gefahren und haben uns auch was ausgerechnet“, erklärt Koopmann nach der 1:4-Niederlage gegen den Tabellenzweiten aus Olfen. „Es wäre aber auch vermessen gewesen, ausgerechnet hier die Punkte für den Abstiegskampf zu holen. Jeder Punkt gegen Olfen wäre ein Bonuspunkt gewesen.“ So geht die Pleite für den DJK-Coach in Ordnung. Nicht ganz so leicht steckt er hingegen die 0:2-Niederlage im Nachholspiel gegen Hausdülmen weg. Nach einer guten Vorbereitung wollte Coesfeld die rote Laterne loswerden, nun sieht es „natürlich nicht optimal aus“.

Anders sieht es bei Lette aus. Nach einer schlechten Vorbereitung mit viel Personalsorgen gelang Lette am Sonntag ein 3:1-Erfolg gegen DJK Dülmen. „Das war enorm wichtig und ein positiver Start ins Jahr“, freut sich Marco Kleinhölting. „Bei dem Wetter war Fußballspielen einfach nicht möglich, es war reine Willenssache. Der Sieg ist die verdiente Belohnung.“ Nun geht es für Lette darum, so viele Punkte wie möglich zu holen. „Wozu es am Ende reicht, können wir nicht beeinflussen“, so der Vorwärts-Coach.

Das Personal 

Es ist das große Problem bei Lette: Schon in der Vorbereitung, jetzt auch in der Rückrunde geht die Mannschaft auf dem Zahnfleisch. „Wenn ich jetzt die Spieler aufzähle, die alle fehlen, ist die halbe Seite schon voll“, scherzt Marco Kleinhölting. „Es wird eng. Wir bekommen gerade so elf Spieler zusammen. Letzten Sonntag hat Dieter Krampe aus den Altherren im Tor gespielt. Der ist fünfzig! Am Sonntag steht er aber leider nicht zur Verfügung, mal schauen wie wir das lösen.“ Ob Trainer Frank Stening am Sonntag wieder an der Seitenlinie stehen kann ist noch fraglich. „Stand jetzt ist er nicht dabei.“ Bei Coesfeld sieht das deutlich besser aus. „Malte Elkemann ist nicht dabei, Jens Paas ist angeschlagen“, so Koopmann.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare