Das 24-Stunden-Schwimmen geht in die 26. Runde

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Organisator Jürgen Bertels freut sich bereits auf das 24-Stunden-Schwimmen am Freitag.

Coesfeld. Während die Teilnehmer des alljährlichen 24-Stunden-Schwimmens im Coe-Bad schon seit Monaten trainieren und es kaum erwarten können am Freitag, 12. Januar, um 15 Uhr endlich an den Start gehen zu können, steht für das Organisationsteam rund um Jürgen Bertels zunächst noch der letzte Feinschliff bei den Planungen an. Schichten werden eingeteilt, Zeitpläne erarbeitet und Zählblätter erstellt, damit am entscheidenden Tag alles rund läuft.

Dabei begann die eigentliche Organisation schon vor Monaten. Bereits im September fing das Team mit den ersten Planungen an, damit im November die Anmeldungen der Teams angenommen werden konnten. Doch lange war die Anmeldephase nicht offen. Nach nur 15 Minuten war die Veranstaltung komplett ausgebucht. „Wir brauchen keine Werbung mehr. Das 24-Stunden-Schwimmen spricht nach all den Jahren für sich selbst und ist im ganzen Münsterland beliebt“, freut sich Bertels, der das Event mittlerweile zum sechsten Mal organisiert. Nicht nur Coesfelder Teams meldeten sich an, sondern beispielsweise auch Gruppen aus Münster, Haltern und Emsdetten.

Neben Neueinsteigern sind viele Teams und Schwimmer schon seit Jahren dabei. Auch die Champions der letzten Jahre Michael Ernst und Helga Linnenbaum schwimmen 2018 wieder die ganze Nacht durch. Frank Wilde vom DLRG Coesfeld nimmt mittlerweile zum fünften Mal teil: „Direkt danach ist man so fertig, dass man denkt ‚Nie wieder’, aber dann hat man doch irgendwann wieder Lust und will dabei sein.“ Insgesamt nehmen dieses Jahr erneut 16 Mannschaften à zehn Schwimmer teil. Hinzu kommen sieben Einzelschwimmer. „Innerhalb der Teams wechseln die Teilnehmer natürlich im Laufe der Jahre. Manchmal wird dabei die Teilnahme von Generation zu Generation weitergegeben“, erläutert Bertels, der Abteilungsleiter der Triathlon-Abteilung der DJK Eintracht Coesfeld VBRS ist.

Am eigentlichen Ablauf der Veranstaltung ändert sich mittlerweile nur noch wenig. „Klar arbeiten wir hin und wieder noch am Feinschliff, aber der Ablauf hat sich mit den Jahren einfach perfektioniert und bleibt deswegen gleich“, erklärt der Coesfelder. Das Ziel haben dabei alle stets vor Augen: Möglichst viele Kilometer in den 24 Stunden schwimmen. Zusätzlich spielt aber auch das Gemeinschaftsgefühl und die Atmosphäre eine wichtige Rolle. In den Pausen wird zusammen gespielt oder gegessen. Verwandte und Freunde bringen den Teilnehmern Suppen und Frühstück vorbei, um sie für die körperliche Herausforderung zu stärken. Damit die Schwimmer sich ausruhen können richten sie sich ein Nachtlager ein, dass wie ein riesiges Zeltlager wirkt. Ob Jürgen Bertels sich selbst auch ein paar Stunden Schlaf gönne? „Ich werde die 24 Stunden komplett wachbleiben. Das ist mein persönlicher Organisations-Marathon, an dessen Ende ich dann auch ziemlich erschöpft bin“, schmunzelt er.

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