„Friederike" hat zu sehr gewütet: Heidelauf kann am 4. März nicht stattfinden

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Nichts geht mehr: An ein Laufevent in der Coesfelder Heide ist aufgrund der Sturmschäden nach Sturmtief "Friederike" noch immer nicht zu denken.

Coesfeld. Die Schäden, die Sturmtief Friederike in den Fürstlichen Waldgebieten verursacht hat, haben nicht nur Auswirkungen für potenzielle Waldspaziergänger, sondern auch für Sportler: Der für Sonntag, 4. März, geplante 42. Heidelauf in Coesfeld kann am vorgesehenen Termin nicht stattfinden. Das teilte die DJK Eintracht Coesfeld-VBRS als Veranstalter am Donnerstagvormittag mit. Denkbar ist eine Verlegung in den Herbst. Ob das realisierbar ist, ist zunächst noch offen.

„Trotz intensiver Bemühungen der DJK-Leichathletik-Abteilung und der Forstverwaltung Varlar muss das Laufevent aufgrund der durch das Sturmtief ,Friederike‘ am Baumbestand entstandenen Schäden leider abgesagt werden“, heißt es in der Mitteilung des Abteilungsvorstands.

Etliche umgestürzte Bäume machen das Passieren des Bereichs noch immer unmöglich. Zudem hat der Einsatz von schwerem Gerät auf dem durchnässten Boden teilweise riesige Löcher gerissen. Herausforderungen, die bei den aktuellen Verhältnissen und in der Kürze der Zeit für die Beteiligten nicht zu bewältigen sind. An gute Laufbedingungen ist derzeit in der Heide nicht zu denken. Ohnehin ist der Waldbereich nach wie vor behördlich gesperrt.

Teilweise 30 Zentimeter tiefe Furchen und Löcher weist der Boden in dem Bereich auf, in dem eigentlich am 4. März eine Sportveranstaltung durchgeführt werden sollte.

Die Entscheidung zur Absage sei den Verantwortlichen nicht leicht gefallen. Allerdings stellt DJK-Abteilungsleiter Fabian Dasbach einen Nachholtermin in Aussicht: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Wenn möglich, möchten wir den DJK-Heidelauf im Herbst nachholen.“ Ein konkretes Versprechen könne der Verein dazu aktuell noch nicht geben. Zunächst seien noch allerlei organisatorische Weichen zu stellen.

„Wir haben alles versucht. Die Schäden sind jedoch so immens, dass wir in der Kürze der Zeit keine sicheren Bedingungen vor Ort schaffen können“, lässt Streckenchef Michael Kerkeling seine Enttäuschung über die Absage durchklingen. Andererseits halte er die Entscheidung für „vernünftig und richtig“.

Kerkeling hatte sich gemeinsam mit einigen Fachleuten in den vergangenen Wochen mehrfach einen Überblick über die Lage in den geplanten Streckenabschnitten der Heide verschafft dabei und feststellen müssen, dass die Verantwortlichen „das Gefährdungsrisiko nicht angemessen minimieren konnten.“

„Schade, dass wir so entscheiden mussten“, findet auch Sportwart Bernd Bohmert. „Wir hatten die Coesfelder Grundschulen und Kitas gerade erst eingeladen. Die mehr als 300 Kids hatten im letzten Jahr riesigen Spaß an dem Lauf und sorgten mit ihren Familien für eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre. Jetzt müssen sie sich noch ein wenig gedulden, bevor es für sie wieder ,in der Natur durch Wald und Flur‘ geht.“

Am 4. März wird diesmal kein Startschuss in der Coesfelder Heide ertönen können. An Laufverhältnisse wie hier im Vorjahr ist derzeit nicht zu denken.

Auch auf die Streiflichter-Laufserie hat die Absage Auswirkungen. Schließlich war der Heidelauf der geplante Auftakt in die neue Laufserien-Runde. Michael Laukamp, Geschäftsführer der DJK Coesfeld-VBRS versicherte im Gespräch mit den Streiflichtern, dass „wir alles tun werden, damit der Heidelauf in diesem Jahr noch nachgeholt werden kann.“ Möglich ist ein neuer Termin im November – dafür müsse jedoch eine Lücke im Laufkalender des Verbands gefunden werden. Im Umkreis von 50 Kilometern darf am selben Veranstaltungstag kein anderer beim Verband gemeldeter Lauf stattfinden.

Erster Lauf im Rahmen der Streiflichter-Laufserie 2018 wird nun der 20. Schloss- und Dorflauf in Nordkirchen am Montag, 30. April, sein (5-km-Lauf 19 Uhr, 10-km-Lauf 19.45 Uhr). Sobald ein Nachholtermin für den Heidelauf feststeht, wird der Termin ersatzweise auch in den Terminkalender für die Laufserie aufgenommen.

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