Drei Läufer absolvierten komplette Streiflichter-Laufserie

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Christian Spangenberg (links) und Heinrich Höfener (rechts) freuen sich über ihr gutes Gesamtergebnis. 

Kreis Coesfeld. Egal ob über den Boden der Heide oder Asphalt, am Morgen oder Abend, bei Sonne oder Regen: Wenn in diesem Jahr ein Lauf der Streiflichter-Laufserie bevorstand, waren Heinrich Höfener, Christian Spangenberg und Dirk Naber sofort startklar. Die drei sind die einzigen der insgesamt 320 Teilnehmer, die bei jedem der zehn Läufe dabei waren.

Vorher geplant war dies allerdings von keinem der drei Läufer. „Ich hatte überhaupt keine Absicht teilzunehmen, bis ich mit ein paar Freunden beim Heidelauf gestartet bin. Da dachte ich mir dann, dass ich genauso gut bei weiteren Läufen mitmachen könne. Und zack, bin ich dann auf einmal bei der ganzen Serie gelaufen“, erklärt Dirk Naber, der extra von Bonn aus pendelte. Auch für Heinrich Höfener war die Bilanz am Ende Auch wenn die Laufpräferenzen unterschiedlich sind, so haben die drei eins gemeinsam: Den Sport als geteiltes Hobby mit der Familie und Freunden. So ist für Höfener die Teilnahme an einem Halbmarathon in Köln zusammen mit seinem Sohn ein weiteres sportliches Highlight in diesem Jahr.

eher überraschend: „Ich bin vor zwei Jahren durch den Lauftreff Hohenholte zum Joggen gekommen und somit noch relativ neu in der Sportart. Aber wenn es zeitlich und gesundheitlich passt, warum nicht?“ Für eine Platzierung wären nur sechs Rennen notwendig gewesen. Der Vorteil, wenn man an mehr Läufen teilnimmt: Nur die besten Zeiten kommen in die Endwertung. Dementsprechend ist auch der sportliche Ehrgeiz ein Antrieb, an möglichst vielen Terminen zu starten. So auch für Christian Spangenberg: „Ich hab versucht, so viele Läufe wie möglich in der Gegend abzugrasen. Bei der Streiflichter-Serie kam dann noch der Ehrgeiz hinzu, den Erstplatzierten Julian Kuhlmann eventuell noch einzuholen. Beim Wasserlauf zum Beispiel hab ich mir mit Kuhlmann noch einen kleinen Showdown geliefert.“ Zusätzliche Motivation sei außerdem gewesen, nach einer Verletzungspause bei Wettkämpfen wieder durchzustarten.

Ähnlich ging es Naber, der sich den Fuß brach und dadurch eine längere Sportpause einlegen musste. Die Laufserie bot die perfekte Gelegenheit für ihn, wieder einzusteigen.

Welche Distanz ist jedoch die bessere? Fünf oder zehn Kilometer? „Fünf Kilometer wären auf keinen Fall etwas für mich. Wenn man gerade erst angefangen hat, ist man schon fertig. Da teilt man sich seine Kräfte nicht ein, sondern zieht einfach durch“, so Zehn-Kilometer-Läufer Höfener. „Da ist tatsächlich so. Ich gebe bei den fünf Kilometern die ganze Zeit über Gas. Beide Distanzen haben unterschiedliche Anforderungen“, stimmt Spangenberg zu, der bei den 5-Kilometer-Läufen Zweiter in der Gesamtwertung wurde.

Dirk Naber wurde seine Affinität für den Laufsport quasi in die Wiege gelegt. Durch seinen Vater Ewald Naber wurde er schon in seiner Kindheit an den Sport herangeführt. Extrem laufbegeistert ist auch Spangenbergs Lebensgefährtin Sarah Kaute, die bei der diesjährigen Laufserie den ersten Platz bei den Frauen belegte. „Das verbindet definitiv, wenn man die Leidenschaft für ein so zeitintensives Hobby teilt“, so das LG-Coesfeld-Mitglied.

Welcher Lauf der persönliche Favourit ist, ist für alle drei nicht pauschal festzulegen. „Alle haben ihre jeweiligen Stärken. Der Nottulner Stiftslauf ist beispielsweise aufgrund von Steigungen und verschiedenen Untergründen sehr anspruchsvoll, während der Roruper Abendlauf landschaftlich sehr schön ist.“ Nabe ergänzt: „Man kann es vorher nie einschätzen. Meine beste Zeit hatte ich zum Beispiel in Lüdinghausen, obwohl ich nicht in Topform und das Wetter schlecht war.“

Die diesjährige Serie ist mit der Siegerehrung am Samstag, 2. Dezember, zwar beendet, doch nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Momentan laufen die Anmeldungen für die neue Streiflichter-Laufserie. Ob die drei Läufer auch wieder an den Start gehen? Spangenberg und Höfener hoffen es auf jeden Fall. „Dieses Mal starte ich bei der m70, da erhoffe ich mir zusammen mit Lauftreff-Gründer Chris Voll ein paar interessante Läufe“, so Höfener.

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