Probleme am kommenden Wochenende

Bundesliga: Sky und Sportschau zittern plötzlich um Übertragung - Spiele nicht im TV zu sehen?

Eine Sky-Kamera steht am Rasen eines Fußballstadions und filmt.
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Kann Sky wie gewohnt über die Bundesliga-Spiele berichten?

Bundesliga-Fans müssen derzeit stark sein. Wegen steigender Corona-Zahlen finden viele Partien ohne Zuschauer statt - und nun ist auch noch die Übertragung gefährdet.

  • Die Corona-Zahlen in Deutschland stiegen zuletzt rasant an.
  • Diese Entwicklung sorgt auch in der Bundesliga* für besondere Umstände.
  • Sky und die ARD-Sportschau bangten offensichtlich um die TV-Übertragung an diesem Wochenende. Nun scheint jedoch alles klar zu sein.

Update vom 13. Oktober, 12.33 Uhr: Der TV-Gau scheint so gut wie abgewendet. Am Wochenende werden die Bundesliga-Spiele aller Voraussicht nach live im Fernsehen zu sehen sein. Die Deutsche Fußball-Liga arbeite aktuell intensiv daran, eine Lösung zu finden, wie sie auf Anfrage des SID mitteilt.

Offenbar werde derzeit nach praktikablen Lösung für die vor Ort tätigen Journalisten und Techniker gesucht, um ein Arbeiten vor Ort zu ermöglichen. Zuvor waren Zweifel aufgekommen, ob die Bundesliga überhaupt im Fernsehen gezeigt werden kann (siehe Erstmeldung). Nun könnte es allerdings sein, dass Personen, die aus Risikogebieten zu den Spielen gehen wollen, sich besonderen Verhaltensmaßnahmen unterwerfen müssen wie etwa dem permanenten Tragen einer Maske. Außerdem könnte es sein, dass ein spezieller Fragenkatalog von den betreffenden Personen, die aus Risikogebieten kommen, ausgefüllt werden muss. Darin wird nochmals nachfragt, ob die allgemein geltenden Hygieneregeln eingehalten wurden.

Bundesliga: Sky und Sportschau zittern plötzlich um Übertragung - Spiele nicht im TV zu sehen?

Erstmeldung: Köln - Vergangenes Wochenende ruhte der Ball in der 1. und 2. Bundesliga. Nach der Länderspielpause geht es in wenigen Tagen jedoch wieder weiter. In vielen Stadien finden die Partien dann ohne Zuschauer statt, da die Corona-Zahlen zuletzt gerade in den Großstädten gestiegen waren.

Bundesliga: Corona-Gau für TV-Fans? Sky und Sportschau bangen um Übertragung

Am Montag etwa gab der FC Augsburg* bekannt, dass aufgrund des erhöhten Inzidenz-Wertes am Samstag gegen RB Leipzig* nun kurzfristig keine Fans in die Arena* gelassen werden dürfen. Wie dem FCA ergeht es vielen Bundesligisten*. Die Lage ist angespannt - und könnte nun mitunter dafür sorgen, dass einzelne Spiele auch nicht im Fernsehen zu sehen* sind.

Die TV-Produktion vor Ort entwickelt sich zu einer immer größer werdenden Herausforderung, wie der Kicker berichtet. Hintergrund sei, dass Menschen aus Risikogebieten laut Hygienekonzepts der Deutschen Fußball Liga nicht zum Arbeiten in die Stadien dürfen. Diese Entscheidung trifft nun unmittelbar die Mitarbeiter der TV-Sender wie Kameraleute, Reporter oder Techniker. Der Bezahlsender Sky* etwa hat seinen Sitz in Unterföhring bei München. Die ARD-Sportschau wird in Köln produziert. In beiden Städten liegt der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert derzeit über 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern, sodass die entsprechenden Maßnahmen greifen. 

Bundesliga: Corona-Zahlen steigen - viele Spiele ohne Zuschauer

Fünf der neun Bundesligaspiele finden bislang definitiv ohne Zuschauer statt. Die erhöhten Inzidenz-Werte vor Ort lassen gefüllte Arenen schlicht nicht zu. Schon bei mehr als 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern ist in dem Konzept der DFL das Level „hoch“ erreicht. Diese Stufe hat auch Auswirkungen auf Höchstgrenzen in den einzelnen Bereichen eines Stadions. So dürfen im Vergleich zur mittleren Stufe nur vier statt fünf Schiedsrichter in den Innenraum, Funktionsteams dürfen nur 20 statt 26 Mitglieder umfassen. Auch die Zahl der Balljungen, Sanitäter, Ordner oder Greenkeeper sinkt beispielsweise.

Die Inzidenzen in der Bundesliga (Stand: 13. Oktober, 9.30 Uhr Quelle: RKI)

Köln (gegen Frankfurt): 66,0

Mainz (gegen Leverkusen): 64

Gelsenkirchen (gegen Union Berlin): 58,9

Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf (Hertha gegen Stuttgart)**: 58,3

Augsburg (gegen Leipzig): 49,3

Bielefeld (gegen Bayern München): 30,2

Rhein-Neckar-Kreis (Hoffenheim gegen Dortmund): 28,8

Freiburg (gegen Bremen): 27,7

Mönchengladbach (gegen Wolfsburg): 26,1

Corona: Wie kann die Bundesliga-Übertragung gesichert werden?

Wie geht es nun also weiter? Wie der Kicker berichtet, sucht die DFL nach einer Lösung. Es solle vermieden werden, dass die Fans in die Röhre gucken müssen. Denkbar seien demnach beispielsweise Corona-Schnelltests. Mitarbeiter, die einen aktuellen und negativen Test vorweisen können, würden dann ins Stadion gelassen werden.

ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky führte derweil noch eine weitere Alternative aus: „Es könnte sein, dass unsere Kommentatoren nicht aus dem Stadion, sondern aus dem Studio kommentieren. Solange die Produktionsgesellschaft Sportcast Bilder vom Spiel liefert, wird die Sportschau auch stattfinden“, sagte der 58-Jährige der Bild. Auch diese Möglichkeit scheint denkbar. Die Kommentatoren für die Bundesliga-Konferenz bei Sky etwa sitzen ohnehin in Unterföhring. Lediglich die Sprecher für Einzelspiele sind direkt vor Ort im Stadion.

Das Hygienekonzept der DFL gilt nur für den organisatorischen Bereich im Stadion - also etwa Ordner, Balljungen oder Medien. Für die Zulassung von Zuschauern sind die örtlichen Behörden beziehungsweise das jeweilige Bundesland zuständig. (as) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

** In Berlin gibt es mehrere Angaben. Hertha BSC liegt in einem anderen Bezirk wie Union Berlin, weshalb sich auch die Inzidenzen unterscheiden. Der Wert für ganz Berlin liegt bei 63,2.

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