Zidans geniale Momente

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DORTMUND ▪ Auf dem Rücken von Maskottchen Emma legte Mohamed Zidan nach dem 3:0 (1:0)-Erfolg des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund vor 79 500 Zuschauern gegen Borussia Mönchengladbach den Weg Richtung Südtribüne zurück. Es war das Spiel des Ägypters, laut BVB-Trainer Klopp vielleicht das beste, das er bisher im Trikot der Schwarz-Gelben bestritten hat. Von Peter Schwennecker

Zwei Treffer selbst erzielt (54. und 70.), das frühe Führungstor durch Kevin Großkreutz (13.) vorbereitet, drei geniale Momente des Ägypters führten die Dortmunder zurück in die Erfolgsspur. „Ich fühle mich wohl und erlebe hier wohl meine beste Zeit. Das war eine perfekte Woche für mich“, jubelte Zidan, der schon am Mittwoch bei der 1:3-Niederlage im Länderspiel in England das 1:0 für seine Nationalelf auf dem heiligen Rasen vom Wembley erzielt hatte.

Ein Erfolgserlebnis, das bei den Dortmunder Verantwortlichen gemischte Gefühle ausgelöst hatte. „Das Tor in Wembley hat ihm sehr gut getan. Das hat man von der ersten Minute an gemerkt. Ich kenne Mo ja lange und darf sagen, dass ich ihn leider auch schon anders erlebt habe“, betonte BVB-Trainer Jürgen Klopp, der wie Sportdirektor Michael Zorc zuvor gestichelt hatte, dass der Angreifer solche Leistungen auch durchaus öfter im BVB-Trikot abrufen könnte. „Zidan ist von der kompletten Weltpresse über den grünen Klee gelobt worden. Ich versichere Ihnen: Es kam bei uns in der Vergangenheit durchaus schon mal vor, dass ein Spieler seine Körner unter der Woche im falschen Spiel verschossen hat.“

Für die Gladbacher war die Partie ein herber Rückschlag, den Michael Frontzeck allerdings schnell abhaken wollte. „Dortmund hat hochverdient gewonnen, wir haben einen ganz schlechten Tag erwischt“, bestätigte der VfL-Trainer. „Wir haben über Monate stabil gespielt, deshalb kann man sich auch mal eine solche Leistung erlauben. Allerdings müssen wir in der nächsten Woche gegen Wolfsburg eine Reaktion zeigen.“ Zuversicht, dass die Klatsche in Dortmund ein einmaliger Ausrutscher war, durfte er auch deshalb verbreiten, weil sich seine Profis äußerst selbstkritisch präsentierten. „Die Leistung war indiskutabel“, gestand Tobias Levels ein. „Der BVB war uns in allen Belangen überlegen. Das ist nicht der Anspruch, den wir an uns selbst stellen.“ Und auch die 30 Punkte seien kein Ruhekissen. „Wir sind noch längst nicht da, wo wir hinwollen.“

Dass sich die Gäste vom Rheinland am Samstag beim BVB so schwach präsentierten, lag laut Jürgen Klopp vor allem an der starken Vorstellung seiner Borussia: „Mönchengladbach ist eine Mannschaft, die fußballerisch unglaublich viel bewegen kann, wenn man sie zur Entfaltung kommen lässt. Das haben wir aber nicht getan. Wir hatten große Spielkontrolle, waren sehr zielstrebig und haben wunderschöne Tore gemacht“, erklärte der Dortmunder Fußball-Lehrer, der erstmals nach langer Zeit wieder rundum zufrieden war. Schließlich hatte seine Mannschaft die passende Antwort auf die Derby-Pleite auf Schalke gegeben.

Quelle: wa.de

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