BVB will gegen Köln zurück in die Erfolgsspur

DORTMUND ▪ Zurück in die Erfolgsspur heißt es für den deutschen Fußball-Meister Borussia Dortmund, wenn am Samstag um 15.30 Uhr das Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Köln angepfiffen wird. Viel Zeit, die große Enttäuschung der 1:3-Pleite in der Champions League bei Olympiakos Piräus zu verarbeiten, hatten die Schwarz-Gelben nicht. Doch darin sieht Trainer Jürgen Klopp kein Problem: „Zuletzt ist es uns immer recht zügig gelungen, unsere Erfahrungen positiv umzusetzen“, hofft der Coach auf die entsprechende Reaktion auf nationaler Ebene.

„Man muss auf die Entwicklung einer Mannschaft auch warten können“, bittet Klopp die Anhänger um Geduld. „Natürlich muss man auch jeden Tag hart daran arbeiten“, betont der Coach. „Die Anforderungen werden größer, unsere Prüfungen finden auf einem immer höheren Niveau statt, weil alle Mannschaften inzwischen sehr großen Respekt vor uns haben“, erklärt der 44-Jährige. „Wichtig ist nur, dass wir diesen Dingen auch standhalten.“

Was in der Champions League bisher nicht gelang, funktioniert bei den Borussen zumindest in der Bundesliga. Mit drei Siegen in Folge hat sich die Mannschaft wieder bis in die Spitzengruppe vorgearbeitet. Und diese Serie soll gegen die zuletzt ebenfalls Aufwärtstendenz zeigenden Rheinländer fortgesetzt werden. Klopp erwartet heute ein richtig gutes Fußballspiel. „Die Kölner Mannschaft hat inzwischen verinnerlicht, was Trainer Stole Solbakken von ihr will“, begründet der BVB-Coach die positive Entwicklung beim Kontrahenten. „Der FC hat jetzt einen richtigen Plan. Und Solbakken hat wohl auch einen guten Draht zu Lukas Podolski gefunden, was ja zu Beginn der Saison offenbar nicht der Fall war.“ Der Kölner „Prinz“ blühte zuletzt auf. „Kölns Verteidiger Brecko hat neulich gesagt, wir müssen hinten nur die Null halten, denn vorn schießt der Poldi schon ein Tor“, sagt Klopp, der den FC allerdings nicht nur auf eine Person reduzieren will. „Der hat auch noch ein paar andere gute Kicker.“

Klopp schließt nicht aus, dass es wie nach der Partie in Marseille eine Rotation im personellen Bereich geben wird. Damals veränderte der Dortmunder Trainer zum Spiel gegen Augsburg (4:0) die Mannschaft gleich auf fünf Positionen. „Ich muss aber erst einmal abwarten, wer mir überhaupt alles zur Verfügung stehen wird“, sagt der Coach. „Man sieht nach einem Europapokalspiel oft erst am zweiten Tag, ob kleinere Wehwehchen der Belastung oder gar einer Verletzung geschuldet sind“, sagt Klopp. Nicht gut sieht es allerdings bei Lucas Barrios aus, dessen eigentlich verheilter Muskelbündelriss in der Narbe immer noch Probleme bereitet, weshalb er auch nicht mit nach Griechenland reisen durfte. „Er hat kein gutes Gefühl, ist höchstens bei 90 Prozent“, betont Klopp. „Und das reicht selbst bei Lucas nicht für einen Bundesliga-Einsatz aus.“

Peter Schwennecker

Quelle: wa.de

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