Der BVB will neuen Bundesliga-Rekord

DORTMUND ▪ Bilanzen, Serien und Rekorde interessieren Dortmunds Trainer Jürgen Klopp nur am Rande. Dabei könnte seine Mannschaft heute im letzten Auswärtsspiel der Saison bei der Frankfurter Eintracht (15.30 Uhr) eine neue historische Bestmarke aufstellen. Sollte den Schwarz-Gelben in der Main-Metropole der achte Auswärtssieg in Folge gelingen, würden sie die erste Saisonhälfte mit sensationellen 46 Punkten abschließen.

Das hat bisher noch keine Mannschaft im deutschen Fußball-Oberhaus geschafft. Bereits ein Unentschieden reicht der Borussia, um den bisherigen Rekord der Münchner Bayern aus der Saison 2005/2006 mit 44 Zählern zu egalisieren. „Dann wären wir aber vorn“, flachst BVB-Verteidiger Mats Hummels. „Weil wir das bessere Torverhältnis haben.“

Bei Klopp würde das allerdings keine besonderen Glücksgefühle auslösen. „Vielleicht würde ich in zehn oder zwanzig Jahren einmal darüber nachdenken. Freuen würde ich mich aber natürlich über die 46 Punkte, die außergewöhnlich wären.“ Jedenfalls wollen die Dortmunder heute in Frankfurt alles daran setzen, die überragende Hinrunde mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen. Denn dann könnte der Bundesliga-Spitzenreiter mit einem komfortablen Vorsprung von zumindest elf Punkten, was ebenfalls ein Rekord wäre, in die kurze Winterpause gehen, die schon am 2. Januar beendet sein wird. Einen Tag später fliegen die Borussen bereits ins Trainingslager nach Jerez de la Frontera. „Die Mannschaft wird in Frankfurt noch einmal alles rausholen, was da ist“, lautet die Vorgabe von Klopp an seine Profis, die zum Teil allerdings angeschlagen sind. So klagen Nuri Sahin (Adduktoren) und Sven Bender (Hüfte) über leichte Beschwerden. Der Dortmunder Fußball-Lehrer geht aber davon aus, dass die medizinische Abteilung des BVB die beiden wichtigen Mittelfeldspieler rechtzeitig bis zum Anpfiff fit bekommen wird. Vor der Mannschaft des früheren Dortmunder Jugendkoordinators und Trainers Michael Skibbe, der übrigens erst eins seiner bisherigen acht Spiele als verantwortlicher Coach gegen die Dortmunder verlor, hat Klopp großen Respekt. „In den vergangenen Wochen haben bei den Frankfurtern zwar die Ergebnisse gefehlt, doch ansonsten haben sie eine gute Runde und teilweise richtig guten Fußball gespielt“, sagt Klopp, der auf Grund der Frankfurter Verletzungsprobleme aber nicht so richtig weiß, wie die Startformation der Eintracht aussehen wird. Doch das ist ohnehin nicht so wichtig. „Wir wollen unser eigenes Spiel durchsetzen und die drei Punkte mitnehmen“, zeigt nicht nur Sahin großen Ehrgeiz.

Peter Schwennecker

Quelle: wa.de

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