BVB will gegen Wolfsburg Erfolgsserie fortsetzen

Moritz Leitner (rechts) könnte auch gegen Wolfsburg in der Startelf des BVB stehen.

DORTMUND ▪ „Heimspiele“, so betont Jürgen Klopp, „sind für uns immer noch etwas Besonderes. Dem wollen wir mit einer richtig guten Leistung Rechnung tragen.“ Glaubt man den Worten des Dortmunder Trainers, ist für die Begegnung am Samstag (15.30 Uhr) mit dem VfL Wolfsburg nicht reiner Ergebnisfußball wie in der Champions League gegen Piräus, sondern eher wieder eine der ansonsten übliche Vollgasveranstaltung vor vermutlich ausverkauftem Haus zu erwarten.

Denn die Schwarz-Gelben wollen ihre Erfolgsserie von fünf Bundesligaspielen ohne Niederlage, in denen sie 13 der 15 möglichen Punkte auf der Habenseite verbuchten, gegen die Mannschaft von Trainer Felix Magath fortsetzen. Schließlich sind die Wolfsburger eine Art Lieblingsgegner im BVB-Stadion. Gegen keinen anderen aktuellen Bundesliga-Kontrahenten weisen die Borussen eine bessere Heimbilanz. Zudem haben die Niedersachsen in der laufenden Runde auf fremden Plätzen keine Bäume ausgerissen, bisher nur in Köln gewonnen.

Doch Klopp spricht mit Blick auf Wolfsburg dennoch von einem „Gegner mit großer Klasse. Das wird ein sehr enges Spiel“. Vor allem deshalb, weil Magath in taktischer Hinsicht den Schwerpunkt auf Sicherung der Defensive setzen wird. Und gegen Mannschaften, die sich hinten reinstellen, hat sich der BVB daheim immer sehr schwer getan. Klopp hat sich gut über die Niedersachsen informiert und dabei erfahren, dass Magath durchaus über eine Systemänderung nachdenkt. „Ein 3-5-2 des Gegners würde auch die eine oder andere Variante bei uns möglich machen“, sagt Klopp. „Aber wichtiger ist es, wie wir auftreten und nicht, in welchem System wir spielen.“ Zuletzt gegen Piräus agierten die Borussen mit einem 4-3-3, auf nationaler Ebene aber stets mit einer 4  -2-3-1-Grundordnung. „Wir haben kein festes Bundesliga-System“, erklärt der Dortmunder Trainer, der seinen Schützlingen immer Raum für taktische Flexibilität lässt.

Fraglich ist beim Deutschen Meister der Einsatz von Sven Bender, der zuletzt nach seiner Sprunggelenksverletzung über ein Taubheitsgefühl im Fuß klagte. Sollte Bender nicht auflaufen können, dürfte wohl der junge Moritz Leitner eine weitere Chance erhalten. Gegen Piräus feierte der 18-Jährige ein überzeugendes Startelf-Debüt, ehe er nach 86 Minuten mit Wadenkrämpfen vom Platz humpelte.

Mit dem Leistungsstand des Neuzugangs, der vor einem Jahr von 1860 München verpflichtet und in der vergangenen Rückrunde noch an den FC Augsburg ausgeliehen wurde, ist der Dortmunder Trainer mehr als zufrieden. „Seine Entwicklung ist super positiv“, beteuert Klopp.

Was auch für seine körperliche Verfassung gilt. Das Leichtgewicht hat, wie Klopp bestätigt, zuletzt vier Kilo zugenommen. „Alles Muskelmasse“, betont der BVB-Coach. „Er wirkt stabiler, ist auf dem Weg zum Mann.“ Über seine technischen Qualitäten gibt es ohnehin keine zwei Meinungen. „Der Spaß am Fußball fließt Moritz fast schon aus den Ohren“, lächelt Klopp, der Leitner inzwischen fest in seine Planungen einbezieht. ▪

Peter Schwennecker

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare