BVB wieder mit Schmelzer

DORTMUND – Jürgen Klopp will das Fußball-Rad nicht neu erfinden – auch nicht vor der Begegnung des Bundesligisten Borussia Dortmund beim 1. FC Nürnberg (heute/15.30 Uhr). „Das ist jetzt der 32. Spieltag“, sagt der BVB-Trainer. „Da müssen wir nicht mehr über neue Abläufe sprechen, sondern diejenigen, die da sind, zur Anwendung bringen.“

Eine Aussage, die sich zum Teil auf das vergangene Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim bezog. Denn der Punktverlust nach dem 1:1-Ausgleichstreffer der Gäste in letzter Minute liegt den Dortmundern immer noch im Magen. Schwere Kost eben, die den möglichen Sprung auf Rang drei verhindert hat. Für deren Verdauung hat Klopp nun die richtige Medizin parat – einen Sieg in Nürnberg. Denn: „Entschieden ist bisher noch gar nichts“, versichert der 42-Jährige. „Die Ziellinie dieser Saison wird erst am 34. Spieltag gegen 17.15 Uhr überquert. Und bis dahin kann auf den Plätzen noch viel passieren.“

Auch der angestrebte Sprung des BVB auf Rang drei und damit an den Feinschmecker-Topf der Champions League, eben. Bei der Mixtur des Dortmunder Rezeptes setzt Klopp, soweit wie möglich, auf bewährte Kräfte. Denn trotz der guten Vorstellung von Dede gegen Hoffenheim scheint der Coach die Rückkehr des zuletzt gelbgesperrten Marcel Schmelzer auf die linke Abwehrseite zu bevorzugen. „Es ist mehr als normal, wenn Marcel wieder in die Startelf zurückkehrt“, betont Klopp. „Dede hat zwar ordentlich gespielt, aber ihm fehlt nach seiner langen Pause noch der Rhythmus. Der Kampf um die Positionen wird erst zur nächsten Saison wieder beginnen.“

Auf dem Posten im offensiven Mittelfeld muss der Trainer dagegen nach dem Kreuzbandriss von Mohammed Zidan einen Wechsel vornehmen. Die Entscheidung fällt hier wohl zwischen Nelson Valdez und Tamas Hajnal. „Tamas hat zuletzt gespielt und einen Tick mehr Rhythmus“, wägt der Trainer ab. „Aber auch mit Nelson könnte es ganz gut funktionieren.“

Die Speisekarte hat der Dortmunder Übungsleiter also zum größten Teil geschrieben. Jetzt fehlen noch drei Punkte zum Dessert, und die Getränkewahl dürfte zumindest für die Rückfahrt auch schon getroffen sein. ▪

GÜNTER THOMAS

Quelle: wa.de

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