Borussia Dortmund verzeichnet durch Meisterschaft einen Rekordumsatz

BVB-Geschäftsführe Watzke ist mit den Bilanzen zufrieden: 5,4 Millionen Euro stehen in diesem Jahr auf der Haben-Seite.

DORTMUND - Als Westfale ist man bescheiden. Dennoch blieb es den Verantwortlichen von Borussia Dortmund nicht erspart zu verkünden, dass sie das beste Konzernergebnis der BVB-Geschichte eingefahren haben.

Nicht nur der Meistertitel spricht für die Borussen, sondern auch die Bilanz 2010/11 (30. Juni). „Mit einem Konzernüberschuss von 5,4 Millionen Euro können wir sehr zufrieden sein“, sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke – und wies sogleich darauf hin, dass es ein Rekordergebnis sei.

Nur: Eine Dividende, auf die die Aktionäre seit Jahren vergeblich warten, gibt es wohl wieder nicht. Die Borussia Dortmund KGaA, die das reine Fußballgeschäft abbildet, erwirtschaftete rund 136,4 Millionen Euro Umsatz und ein Ergebnis von 9,5 Millionen Euro. Im Vorjahr fiel noch ein Verlust von 2,7 Millionen Euro an. Das Ergebnis des Konzerns fiel schwächer aus, da es weiter von Abschreibungen für den Signal-Iduna-Park gedrückt wird. Der Gesamtumsatz stieg um 37,5 Prozent auf 151,4 Millionen Euro. „Damit konnten wir zeigen, dass sportlicher und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen können“, so Watzke. Sein Motto „Maximaler sportlicher Erfolg mit Verzicht auf weitere Schulden“, habe funktioniert. Neben der Meisterschaft brachte auch die Teilnahme an der Europa League zusätzliche Gelder. Allein die Einnahmen aus der TV-Vermarktung stiegen um 11 Millionen Euro auf rund 32,1 Millionen Euro. Beim Ausblick aufs laufende Geschäftsjahr gibt sich Watzke wieder westfälisch bescheiden: Man rechne mit einem ähnlichen Niveau, aber der Rest sei ganz von den sportlichen Leistungen abhängig. „Die junge Mannschaft stellen wir aber nicht unter Druck“, so Watzke.

Für die Planzahlen 2011/ 2012 wurde ein Worst-Case-Szenario aufgestellt, so wird bei der Champions League nur mit Einnahmen aus der Gruppenphase gerechnet. Die Vielzahl gewonnener Spiele zog in der Bilanz auch erhöhte Ausgaben nach sich. So kletterten die Personalkosten um 12 Millionen Euro und im Spielbetrieb mussten rund 3,5 Millionen Euro mehr ausgegeben werden. „Allein die Fahrtkosten zu den Europe League Spielen finden sich hier wieder“, gab Geschäftsführer Thomas Treß an.

Nach langer Durststrecke kann der Bundesligist finanziell aber wieder durchatmen. Der Schuldenberg schmolz von 59 auf 56 Millionen Euro. Rechnet man die laufenden Forderungen heraus, beträgt die Nettoverschuldung noch knapp 40 Millionen Euro. - Christiane Göke

Quelle: wa.de

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