Sprint-Superstar und der Fußball

Fragen und Antworten zu Bolts Training beim BVB

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Usain Bolt wird bald beim BVB trainieren.

Dortmund/Hamm - Usain Bolt wird künftig bei Borussia Dortmund trainieren. Das Ganze ist in erster Linie wohl ein PR-Gag. Eine Karriere beim BVB wird es wohl nicht geben. Fragen und Antworten.

Sie bemühen sich darum, das als ernste Angelegenheit zu verkaufen. "Das ist kein Scherz. Das ist keine Marketingmaßnahme", beteuert Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Gemeint ist, dass Sprint-Superstar Usain Bolt demnächst beim BVB mittrainieren solle.

Schnell kursieren in den sozialen Netzwerken Bilder des Jamaikaners im Trikot der Schwarz-Gelben. Und mehr noch: Viele freuen sich auf das Sprint-Duell mit Pierre-Emerick Aubameyang. Der Dortmunder Stürmer sprintet – so heißt es – die ersten 30 Meter in 3,7 Sekunden – und damit schneller als Bolt, der bei seinem Berliner Weltrekord im Jahr 2009 dafür 3,78 Sekunden benötigte.

Dass es aber bald dauerhaft zu diesem Zweikampf kommt, ist nahezu ausgeschlossen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu Usain Bolt und sein Training beim BVB.

Warum zieht es Bolt in den Fußball?

Ganz einfach: Der 30-Jährige hat die Ambition, nach seiner Leichtathletik-Karriere in den Fußball zu wechseln. Mit seiner Schnelligkeit würde er vor allem als Flügelspieler auftrumpfen können.

Wäre eine Karriere bei Borussia Dortmund möglich?

Unwahrscheinlich. Erst einmal geht es tatsächlich nur darum, am Training der Schwarz-Gelben teilzunehmen. Über eine Karriere danach "brauchen wir nicht reden", erklärt Watzke. Dennoch freut er sich über Bolts Interesse am BVB: "Wir freuen uns, es ist für uns auch eine Ehre."

Hat Bolt einen Bezug zum Fußball?

Der Sprint-Superstar gilt als glühender Fan von Manchester United und ist mit Sir Alex Ferguson, der Trainer-Legende der Red Devils, gut befreundet. Der hatte während Olympia 2012 sogar eine Menge Geld auf den Sieg des Jamaikaners gewettet – und nach eigenen Angaben den größten Wettgewinn in seinem Leben erzielt.

Ist das alles nur ein Marketing-Gag?

Zumindest sieht es danach aus. Denn zufälligerweise werden sowohl Borussia Dortmund als auch Usain Bolt von Puma ausgerüstet. Dessen Chef Björn Gulden, der auch im Aufsichtsrat des BVB sitzt, "hat mir schon vor Wochen gesagt, dass Usain mal gefragt hatte, ob er bei uns mittrainieren dürfe", erzählt der BVB-Chef, der sofort zugesagt hatte. Auch zu Trainer Thomas Tuchel soll er bereits Kontakt aufgenommen haben.

Wann wird Bolt beim BVB trainieren?

Das genaue Datum steht noch nicht fest. "Wir werden das natürlich nicht in einer englischen Woche machen, sondern wahrscheinlich irgendwann in einer Vorbereitungsphase oder so", sagt Watzke: "Die Mannschaft findet das sicherlich auch klasse."

Kommt es tatsächlich zu einem Sprint-Duell zwischen Aubameyang und Bolt?

Das wird Tuchel wohl nicht zulassen. Der BVB verbot dem Gabuner im Dezember 2013 bereits ein Duell mit dem deutschen 100-Meter-Meister Julian Reus – mit der Begründung, dass die Dortmunder zu diesem Zeitpunkt schon genug Verletzte hatten.

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Quelle: wa.de

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