Nach PR-Aktion bei Borussia Dortmund

So fällt Peter Stögers Urteil über Fußball-Künste der Sprint-Legende Usain Bolt aus

[Update 15.28 Uhr] Der Fußball-Weltmeister fand die ganze Aktion „einfach nur cool. Ich glaube, Usain hat sich ganz wohl gefühlt, wir konnten ihn gut integrieren“, meinte BVB-Kicker Mario Götze nach der öffentlichen Übungseinheit mit Sprint-Legende Usain Bolt, zu der am Freitagmorgen 1400 Zuschauer und über 130 Medienvertreter im Trainingszentrum der Dortmunder in Brackel erschienen waren.

Während die Profis der Schwarz-Gelben den Auftritt des achtmaligen Olympiasiegers teilweise sogar mit leuchtenden Augen verfolgten (Nuri Sahin: „Es ist eine große Ehre, ihn zu treffen“), war der schnellste Mann der Welt wohl der einzige auf dem Rasen, der mit vollem Ernst bei der Sache war.

„Er ist eben ein Sportler durch und durch, und was er anfängt, das will er auch richtig machen“, bemerkte BVB-Trainer Stöger. Mehr als eineinhalb Jahre hatte sich der Jamaikaner um den Termin bei der Borussia bemüht. Wie er am Freitag nach seiner zweiten Einheit mit den BVB-Profis betonte, durchaus mit seriösem Hintergrund. „Ich möchte gerne Fußball spielen, und das möglichst auf einem hohen Niveau. Ich weiß, dass ich noch sehr viel trainieren muss, um das zu schaffen. Doch ich will beweisen, dass man mit harter Arbeit alles erreichen kann“, erklärte Bolt. 

Für den amtierenden Weltrekordler über 100 und 200 Meter war es deshalb auch sehr wichtig, ein Feedback vom Dortmunder Fußball-Lehrer zu erhalten. Was Stöger der 1,95 Meterm großen Persönlichkeit im direkten Gespräch vermittelt, war nicht zu erfahren. 

Sprintstar Usain Bolt in schwarz-gelb: PR-Training beim BVB

Bei seinem öffentlichen Fazit verhielt sich der Österreicher zunächst sehr moderat. „Er hat gute Ansätze gezeigt, war mit viel Spaß bei der Sache. Er versteht das Spiel, muss sich aber erst noch an das Mannschaftstraining und dessen Abläufe gewöhnen“, betonte Stöger, um doch deutlicher zu werden. „Wenn er wirklich Fußball auf einem hohen Niveau spielen will, dann muss er noch sehr viel tun“, meinte der Coach. „Er ist in einem Alter, wo ich sage, er ist nicht mehr so wahnsinnig entwicklungsfähig.“ 

Die Länderspielpause war ein günstiger Zeitpunkt für den BV Borussia, Bolt einzuladen. Da die meisten Profis derzeit mit ihren Nationalmannschaften unterwegs sind, standen gerade einmal neun Lizenzspieler auf dem Platz. 

Das Ereignis war dennoch beste Werbung für den BVB, denn per Livestream im Internet wurde ein Millionenpublikum auf der ganzen Welt erreicht. Nach einem kurzen Aufwärmen übte sich Bolt zunächst im Spiel „Fünf gegen Zwei“ mit Julian Weigl, Mario Götze, Gonzalo Castro, Jeremy Toljan, Maximilian Philipp und Christian Pulisic. 

Anschließend gab es auf halbem Platz ein Spielchen mit zwei Achter-Teams, bei dem einige BVB-Junioren mitwirken durften. Dabei hatte auch Bolt sein Erfolgserlebnis, als er nach einer Flanke von Mario Götze per Kopfball erfolgreich war. „Ich bin eben groß gewachsen. Da war es nicht schwer, den Ball einzuköpfen“, reagierte der 31-Jährige bescheiden. 

Bereitwillig schrieb er nach der Trainingseinheit Autogramme und verabschiedete sich erst nach einem Interviewmarathon mit den Medienvertretern. „Es hat mir Spaß gemacht. Ich hoffe, dass ich irgendwann einmal wiederkommen und noch einmal mit der Mannschaft trainieren darf. Die Jungs haben mich sehr gut aufgenommen“, freute sich Bolt.

Quelle: wa.de

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