Sven Bender freut sich auf die Champions League

Sven Bender ▪
+
Sven Bender ▪

BAD RAGAZ ▪ Vor zwei Jahren wechselte vom Zweitligisten 1860 München zu Borussia Dortmund, mittlerweile ist Sven („Manni“) Bender eine feste Größe beim neuen Deutschen Meister. „Wir können jeden ersetzen, aber Manni nicht“, adelte Trainer Jürgen Klopp den 20-jährigen defensiven Mittelfeldspieler, der nach einer Knieoperation eine Trainingspause in Bad Ragaz (Schweiz), wo sich der BVB im Trainingslager befindet, einlegen muss. Von Jens Lederer

Im Grand Hotel Quellenhof gab Bender gestern jedoch Entwarnung. „Es ist nichts Dramatisches. Bedingt durch das sehr intensive Training ist lediglich der Muskel verspannt, aber ich will kein Risiko eingehen.“ Auch Außenverteidiger Marcel Schmelzer legte wegen einer Muskelverletzung im Hüftbereich eine Pause ein. Aus diesem Grunde werden die beiden am heutigen Abend (20.15 Uhr) beim Testspiel gegen den Schweizer Erstligisten St. Gallen nicht auf dem Platz stehen.

Am Mittwoch steigt Bender wieder ins Mannschaftstraining ein, und mit seinen Gedanken ist er bereits zu neuen Ufern unterwegs: Champions League, Bundesliga und DFB-Pokal. „Wir wissen natürlich, was wir raushauen müssen, um erfolgreich zu sein“, sagt Klopps Vorzeigeprofi, der sich besonders auf die Champions League freut. Egal, wie der Gegner in der Gruppenphase auch heißen werde, für jeden Fußballer sei es etwas Besonderes, sich auf internationalem Parkett zu bewegen. „Wir haben zwar wenig Erfahrung und wissen sehr wohl, wie hoch das Niveau in der Champions League ist, aber vielleicht können wir einen von den ganz Großen ärgern“, sagt Bender mit einem Lächeln auf den Lippen.

Wer ihm im defensiven Mittelfeld zur Seite stehen wird, nachdem sich sein kongenialer Partner Nuri Sahin in Richtung Real Madrid verabschiedet hat, darüber macht er sich wenig Gedanken: „Wir müssen den Verlust von Nuri als Mannschaft auffangen. Zudem verfügen auch andere Spieler von uns über Qualität, so dass die personelle Veränderung im Mittelfeld auch von Vorteil sein kann“, meint Bender.

Die Neuen, damit meint er nicht zuletzt Moritz Leitner, Ivan Perisic und Ilkay Gündogan, hätten sich bereits sehr gut integriert. „Sie trauen sich immer mehr zu“, sieht Bender den Konkurrenzkampf als förderlich für das Team an. Er selbst will das in ihm schlummernde Steigerungspotenzial abrufen. „Dazu gehört die Ruhe am Ball“, sagt Bender selbstkritisch mit Blick auf die vermeidbaren Abspielfehler nach der Balleroberung – Letztere beherrscht er wie kaum ein anderer Bundesliga-Profi.

Der 22-Jährige hofft bei der EM im nächsten Sommer zum DFB-Aufgebot zu hören. „Dieses Ziel erreiche ich nur dann, wenn meine Leistung im Verein stimmt“, sagt Sven Bender.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare