Stimmungsschwankungen beim BVB

DORTMUND ▪ „Nein“, erklärt Jürgen Klopp, „so richtig nervös war ich nur vor dem Abitur, weil ich schlecht vorbereitet war.“ Die gewisse Art von Unruhe, die derzeit im Umfeld des Bundesliga-Spitzenreiters Borussia Dortmund herrscht, überträgt sich zumindest nicht auf den Trainer. Der kämpft vor dem vorletzten Heim spiel der Saison am Samstag gegen den 1. FC Nürnberg (15.30 Uhr) in erster Linie mit den gewaltigen Stimmungsschwankungen unter den Anhängern der Borussia.

„Nach dem 3:0 gegen den SC Freiburg hatte ich noch Mühe, die vorzeitigen Glückwünsche zur Meisterschaft abzuwehren“, schmunzelt der Fußball-Lehrer. „Nach der Niederlage in Mönchengladbach habe ich unter der Woche einige Leute beruhigen müssen. „Wenn ihr jetzt nicht endlich die Schale holt, werde ich noch Schalker“, hatte zuletzt sogar ein Fan Klopp am Trainingsgelände zugerufen.

Doch der BVB-Coach geht weiter davon aus, dass es soweit nun doch nicht kommen wird. „Wenn mir vor der Saison einer gesagt hätte, dass wir drei Spieltage vor Schluss in dieser großartigen Situation wären, hätte ich das sofort unterschrieben“, betont Klopp und glaubt nach wie vor fest daran,  dass seine Mannschaft die fehlenden vier Punkt einfahren wird, um den Titel aus eigner Kraft zu erreichen. „Ein bisschen Vertrauen hilft auch“, meint der Trainer vor der schweren Aufgabe gegen Nürnberg, bei der es in erster Linie auf die richtige Einstellung ankommen wird. „Wir müssen ein bisschen böse, gierig und geduldig sein“, gibt Klopp seiner Mannschaft mit auf den Weg. „Wir können angesichts der Qualität der Nürnberger allerdings davon ausgehen, dass es nach fünf Minuten nicht 5:0 für uns stehen wird.“ Zumal Klopp zwei Hiobsbotschaften erreichten. Jedenfalls konnten gestern sowohl Torjäger Lucas Barrios (muskuläre Probleme im Oberschenkel) als auch Mittelfeldspieler Kevin Großkreutz (Kniebeschwerden) nicht trainieren, obwohl  ihnen die Beschwerden einen Tag zuvor nicht anzumerken waren. Deswegen hofft der BVB-Trainer darauf, dass beide heute bei der Abschlusseinheit wieder zur Verfügung stehen werden. Denn es fehlen schließlich weiter Nuri Sahin, Shinji Kagawa, Sebastian Kehl und Patrick Owomoyela.

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