Letztes Spiel des Jahres

Meisterschaft für den BVB erledigt? Berühmter Ex-Profi äußert schlimmen Verdacht

Spott und Häme für den BVB nach Niederlage gegen TSG 1899 Hoffenheim: "Schlampig"
+
Julian Brandt und der BVB brachten die 1:0-Führung gegen Hoffenheim nicht über die Zeit.

Borussia Dortmund hat sich wieder mal Punkte nehmen lassen, spielte gegen TSG 1899 Hoffenheim nur 1:2. Im Anschluss gab es scharfe Kritik.

Dortmund – Satz mit x? Borussia Dortmund gewinnt schon wieder nix. Der BVB hat gegen die TSG 1899 Hoffenheim eine Führung aus der Hand gegeben und spielte so schlecht, dass sogar Coach Lucien Favre deutliche Worte fand. "Das war einfach dumm", sagte er nach dem Spiel. Er war aber nicht der einzige, der den BVB kritisierte.

ZDF-Experte Oliver Kahn, als ehemaliger Torhüter des FC Bayern München das Sinnbild für Mentalität im Profifußball schlechthin, hat Borussia Dortmund nach der 1:2-Niederlage gegen die TSG 1899 Hoffenheim live im TV regelrecht zerlegt. Er stelle sich die Frage, ob der Mut oder die Angst größer wäre. "Beim BVB hat man immer das Gefühl, die Angst ist größer", so Kahn, der wenig später noch eine schlimme Vermutung bezüglich des BVB äußerte. Von Lethargie oder ähnliches wollte man bei Borussia Dortmund aber nichts hören.

Borussia Dortmund vergeigt Führung gegen TSG 1899 Hoffenheim: Lag es am Personal?

Stattdessen flüchteten die Spieler sich recht schnell in Ausreden. Marco Reus konnte etwa nicht auflaufen gegen Hoffenheim, fehlte verletzt. Für ihn aber stand der angeblich wechselwillige Mario Götze in der Startelf und erzielte auch prompt die 1:0-Führung – nicht so verkehrt für einen Ersatzmann. Aber "Mats (Hummels verletzte sich, Anm. d. Red.) ist uns weggebrochen und wir waren auf dem Zahnfleisch", führte Julian Weigl nach dem Spiel zur Verteidigung an. Zählt auch nicht.

Wer Ansprüche wie der BVB hat, für den gelten Ausreden nicht. Ja, die vergangenen Wochen waren anstrengend. Aber das haben andere Mannschaften auch schon durchgemacht. Der Auftritt bei der TSG 1899 Hoffenheim im letzten Spiel des Jahres zeigte, dass Borussia Dortmund physisch und psychisch noch nicht annähernd am Ziel ist. 

Lucien Favre findet deutliche Worte für Leistung des BVB gegen Hoffenheim

Coach Favre versuchte da schon eher, die Niederlage selbstkritisch zu erklären. "Wir schießen, statt zu flanken, und dann ist das falsch. Das sind Dummheiten manchmal", sagte er. Möglichkeiten hatte der BVB genug. Oft brach Borussia Dortmund über die rechte Seite durch, der letzte Pass fehlte dann. "Das ist das, was ich mit schlampig meine", sagte Oliver Kahn in seiner TV-Analyse. "Es war so einfach, das 2:0 und das 3:0 zu machen. Das ist unglaublich", meinte auch Favre.

Weigl und der BVB hatten andere Vorstellungen vom Jahresabschluss

Aber am Ende der Saison soll ein Titel stehen. Mit einer Leistung wie gegen Hoffenheim wird das reichlich schwer. Wieder einmal fehlte Borussia Dortmund der letzte Kick in der Offensive und der letzte Biss in der Defensive. Wenn sich individuelle Fehler im Kollektiv zeigen, dann ist das kein gutes Zeichen. "Das sollten wir schleunigst abstellen", sagte Weigl und setzte nach: "Wir hätten gerne sechs Punkte aus den letzten zwei Spielen gehabt. Aber wir haben jetzt nur einen – und trotzdem ist nicht alles schlecht bei uns." 

Meisterschaft gegessen für den BVB? Ex-Profi Oliver Kahn hat ein Gefühl

Damit hat Weigl Recht, es könnte aber deutlich besser sein. "Ich habe nicht das Gefühl, dass sie hundertprozentig dran glauben an die Meisterschaft", äußerte Kahn seinen Verdacht über das Ziel des BVB. Und er wird nicht der einzige sein, bei dem dieser Eindruck entstanden ist. maho

Verpassen Sie keine Nachricht zu Borussia Dortmund und werden Sie Fan unserer Facebook-Seite.

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare