Kagawa und Barrios vor dem Absprung beim BVB

DORTMUND - Shinji Kagawa verlässt womöglich bereits im Sommer Meister Borussia Dortmund. Auch Lucas Barrios werden keine Steine in den Weg gelegt. Robert Lewandowski wird dagegen definitiv in Dortmund bleiben.

Die Wege von Borussia Dortmund und Mittelfeldspieler Shinji Kagawa werden sich im Sommer wohl trennen. „Stand heute ist er nicht bereit, seinen Vertrag zu verlängern. Es besteht zwar keine wirtschaftliche Notwendigkeit, ihn zu verkaufen. Aber er hat einen gewissen Marktwert, daher müssen wir einer wirtschaftlichen Vernunft folgen“, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc am Sonntag in der Sendung „Sky 90“ des Bezahlsenders Sky.

Kagawas Vertrag beim deutschen Meister läuft bis zum Sommer 2013. Der Japaner liebäugelt mit einem Wechsel nach England. Manchester United soll die Fühler nach dem Mittelfeldstrategen ausgestreckt haben. „Wir werden den Dialog weiterführen, fahren in der Personalplanung ab jetzt aber zweigleisig. Wenn ein anderer Verein Interesse bekundet, werden wir uns das anhören“, erklärte Zorc.

Auch dem ins zweite Glied versetzten Stürmer Lucas Barrios würde der BVB keine Steine in den Weg legen. „Lucas kann mit seiner Situation natürlich nicht zufrieden sein. Wir werden das mit ihm besprechen“, sagte der Sportdirektor. Einem möglichen Wechsel von Torjäger Robert Lewandowski erteilte Zorc dagegen eine klare Absage: „Robert wird definitiv bei uns bleiben. Er ist ein kompletter Stürmer, den wir benötigen.“ Lewandowskis Berater Cezary Kucharski hatte in der „Westfälischen Rundschau“ (Samstag) gedroht: „Ob Robert auch im nächsten Jahr in Schwarz-Gelb aufläuft, ist derzeit noch offen.“ Der BVB möchte den bis 2014 laufenden Vertrag verlängern, Lewandowski war mit dem ersten Angebot aber nicht zufrieden.

Der Berater spekuliert darauf, dass sich Lewandowski, der bislang 20 Saisontreffer erzielte, bei der EM im Sommer in seinem Heimatland in den Fokus europäischer Topklubs spielt. "Die EM kann eine große Rolle in der Zukunftsplanung von Robert spielen", sagte Kucharski der Westfälischen Rundschau weiter. - dpa/sid

Quelle: wa.de

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