BVB-Trainer Klopp heiß auf das Spitzenspiel gegen Leverkusen

DORTMUND ▪ Der Blick in die Fachzeitschrift entlockt BVB-Coach Jürgen Klopp ein smartes Lächeln. Da spekuliert der „Kicker“ über das Luxusproblem von Leverkusens Trainer Jupp Heynckes, ob er am Samstag beim Bundesliga-Gastspiel in Dortmund (18.30 Uhr) im Mittelfeld auf Toni Kroos oder Renato Alberto setzen wird.

„Solche Sorgen möchte ich haben“, sagt Borussias Fußball-Lehrer. „Ich bin froh, wenn ich überhaupt eine halbwegs gesunde Truppe zusammen bekomme.“ Dabei schwärmt der 42-Jährige von der personellen Qualität der Werkself. „Wenn Reinartz nicht spielt, dann rückt Castro rein. Und wenn vorn einer fehlt, ist immer noch Helmes da.“ Für Klopp stellt Bayer in der laufenden Saison das kompletteste Team der Bundesliga: „Von den drei Mannschaften, die oben stehen, ist Leverkusen diejenige, die am meisten zu bieten hat. Sie hat über einen sehr langen Zeitraum den besten Fußball gespielt. Die Münchner Bayern haben die meisten Einzelkönner, die Schalker das meiste Glück.“

Wenn die Borussen morgen gegen den Tabellendritten überhaupt eine Chance haben wollen, denn müssen sie sich – so Klopp – komplett verausgaben. Doch wer in der Startelf stehen wird, entscheidet sich vermutlich erst heute nach dem Abschlusstraining. Gegenüber der Partie in Bochum werden Nuri Sahin (Gelbsperre) und Nelson Valdez (Muskelfaserriss) fehlen. Sowohl Sven Bender (Sehnenreizung) als auch Lucas Barrios (leichte Zerrung) sollen erst heute ins Mannschaftstraining zurückkehren. Gleiches gilt für Sebastian Kehl, dessen Einsatz aber nicht gefährdet ist. Leonardo Dede wird vermutlich wieder zum Aufgebot gehören. Falls Bender spielen kann, dürfte er wohl Sahins Rolle im Mittelfeld neben Kehl übernehmen.

Jedenfalls freut sich der Dortmunder Trainer auf die Auseinandersetzung mit dem erfahrenen Kollegen Heynckes. „Ich habe richtig Lust auf das Ding und Respekt vor der Qualität Leverkusens“, betont der BVB-Coach. „Wenn ich noch keine Karte hätte, dann würde ich mir auf jeden Fall eine kaufen.“ Was allerdings für die Fans nicht so einfach sein dürfte. Bis gestern waren bereits 79 000 Tickets für dieses Spitzenspiel abgesetzt. Aus Leverkusen werden 3 400 Anhänger erwartet. Die Tageskassen mit den wenigen Restkarten öffnen am Samstag um 14 Uhr.

Peter Schwennecker

Quelle: wa.de

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