BVB zu Gast auf Schalke

Derby wie ein Pokal-Halbfinale: "Alles wackeliger und instabiler als normal"

Für den BVB um Pierre-Emerick Aubameyang (l.) und Trainer Thomas Tuchel steht am Samstag das Derby auf Schalke an.
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Für den BVB um Pierre-Emerick Aubameyang (l.) und Trainer Thomas Tuchel steht am Samstag das Derby auf Schalke an.

Dortmund - Bei Borussia Dortmund gibt vor dem Derby auf Schalke unterschiedliche Gefühlslagen. In einer Sache sind sich die Verantwortlichen beim BVB aber einig.

Vor dem 150. Pflichtspiel-Derby beim FC Schalke 04 gibt es bei den Dortmunder Borussen durchaus unterschiedliche Gefühlslagen. Während Sportdirektor Michael Zorc eine knisternde Spannung und eine besondere Atmosphäre im Umfeld registriert, von der man immer mitgenommen wird, gibt sich Trainer Thomas Tuchel gelassen. „Ich persönlich fand es sehr ruhig in den letzten Tagen“, erklärt der Coach. „Alle sind positiv und optimistisch.“

Spätestens, wenn die Borussen am Samstag (15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) in die Arena des Rivalen auflaufen, wird es wohl auch bei Tuchel mit der Ruhe vorbei sein. Der Dortmunder Fußball-Lehrer weiß, was ihn und seine Mannschaft erwartet. „Es fühlt sich an wie ein DFB-Pokal-Halbfinale“, sinniert Tuchel. „Am Samstag um 15.29 Uhr ist alles anders, wackeliger, etwas instabiler als normal.“

Tuchel betont, dass in diesem Moment sämtliche Entscheidungen einen Tick wichtiger werden, weil jeder Fehler entscheidend sein kann. Und es sehr lange dauern wird, bis man diesen wieder korrigieren kann.

Tuchel fordert das höchste Level

Der Coach rechnet mit einer körperbetont und emotional agierenden Schalker Mannschaft, fordert seine Profis auf, sich auch in dieser Hinsicht auf dem höchsten Level zu bewegen.

Diese Spieler wechselten zwischen Königsblau und Schwarz-Gelb

„Es ist der Klassiker“, beteuert Tuchel. „Ohne Kampf, ohne Einstellung und ohne Bereitschaft, den Kampf auch anzunehmen, kann es nicht funktionieren.“ Von einer Favoritenrolle will der 43-Jährige nichts wissen. „Die Tabellensituation ist egal. Die Schalker wissen, dass sie mit einem Sieg das Tabellenbild auf den Kopf stellen können.“

Doch dazu wollen es die Schwarz-Gelben nicht kommen lassen. „Wir fahren nach Schalke, um dort zu gewinnen“, versichert Tuchel. Diesen Ehrgeiz entwickelt auch BVB-Schlussmann Roman Bürki. „Es gibt nichts Wichtigeres als zu zeigen, dass wir die Nummer eins der Region sind. Das wollen wir am Samstag auch beweisen.“

Lehren aus dem Hinspiel ziehen

Das aus Dortmunder Sicht enttäuschende 0:0 aus dem Hinspiel kann mit Blick auf die Herangehensweise nicht als Blaupause genutzt werden. Ende Oktober arbeitete sich der damals harmlose BVB kaum Chancen. Das soll diesmal anders aussehen. „Wir wollen das erste Tor schießen und dem Spiel den Stempel aufdrücken“, versichert Bürki.

Borussia Dortmund - FC Schalke 04 0:0

Personell könnte es für die Dortmunder, so Tuchel, durchaus besser aussehen. Marco Reus ist zwar wieder im Lauftraining, muss aber wohl bis zum Bundesliga-Gipfel in einer Woche beim FC Bayern München auf eine Kader-Nominierung warten. Sein möglicher Vertreter auf dem linken Flügel, André Schürrle, kehrte mit einer Verletzung vom Länderspiel in Aserbaidschan zurück, die der BVB bis zum Freitag verschwieg.

Schürrle und Durm fallen aus

„Er hat einen bösen Tritt im Achillessehnen- und Knöchelbereich bekommen“, bestätigt Tuchel, dass Schürrle auf keinen Fall zur Verfügung stehen wird. „Er hat große Schmerzen und kann nicht trainieren.“ Da Schürrle zuletzt im Trikot der DFB-Auswahl stark aufspielte, sei das laut Tuchel sehr bedauerlich und auch ärgerlich.

Erik Durm erwischte es unter der Woche im Training. Er zog sich eine Muskelverletzung zu, muss ebenfalls pausieren. Für Tuchel wird es also nicht leicht, die richtigen Offensivpartner für Pierre-Emerick Aubameyang und Ousmane Dembélé zu finden, die gesetzt sein dürften.

Der Japaner Shinji Kagawa und US-Boy Christian Pulisic haben lange Länderspielreisen hinter sich. Wobei Kagawa laut Tuchel nach der Rückkehr noch den frischesten Eindruck machte, zudem über reichlich und erfolgreiche Revierderby-Erfahrung verfügt.

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Quelle: wa.de

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