Borussia Dortmund

Rauball hat eine Forderung - und stärkt Favre den Rücken

+
BVB-Präsident Reinhard Rauball.

Vor seiner Wiederwahl als Präsident von Borussia Dortmund hält Reinhard Rauball an den Zielen des BVB fest. In Sachen Jürgen Klopp spricht er Klartext, Trainer Lucien Favre stärkt er.

Berlin - Reinhard Rauball hat vor seiner erwarteten Wiederwahl als Präsident von Borussia Dortmund Stabilität im Team angemahnt.

"Wir erleben eine Mannschaft, die bisher keine Konstanz und keine Dauerhaftigkeit nachgewiesen hat. Daran muss gearbeitet werden", kritisierte der 72-Jährige im Interview des Kicker.

Er sei der Auffassung, "dass in der Mannschaft mehr steckt, als das Negativ-Erlebnis in München vermuten lässt", erklärte Rauball unter Bezug auf die jüngste 0:4-Schlappe des BVB beim FC Bayern. "Das Spiel in München war eine herbe Enttäuschung. So etwas hatten wir nach dem Sieg über Inter Mailand nicht annähernd erwartet", räumte der Präsident ein.

Rauball rückt vom Titel-Ziel des BVB nicht ab

Trotz des derzeitigen sechsten Tabellenplatzes rückt der Vereins-Boss nicht davon ab, die Meisterschaft als Ziel auszugeben. "Wir liegen nur zwei Punkte hinter Bayern München. Die Spitze ist enorm weit auseinandergezogen. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass die Bundesliga in den vergangenen Jahren mal so eng zusammengerückt war", sagte Rauball.

Trainer Lucien Favre hat dabei weiterhin Rückendeckung des Klub-Präsidenten Reinhard Rauball erhalten. In einem Vorwort für das Mitgliedermagazin der Schwarz-Gelben hatte der 72 Jahre alte Rechtsanwalt den Schweizer Fußballlehrer in die Pflicht genommen, die Rückkehr von Leichtigkeit und Spielfreude angemahnt.

Rückendeckung für Favre

"Dieses Vorwort habe ich vor den Spielen gegen Gladbach, Wolfsburg und Inter Mailand geschrieben. Dass wir gegen Wolfsburg die Leichtigkeit des Spiels gezeigt haben, gegen Inter in der zweiten Halbzeit, auch gegen Gladbach, ist meine feste Meinung", sagte der ehemalige Präsident der Deutschen Fußball Liga (DFL): "Da hat Favre nachgewiesen, dass diese Dinge für uns nicht nur wichtig sind, sondern auch umgesetzt werden." Auf die Nachfrage, ob er weiterhin mit dem eidgenössischen Coach glücklich sei, meinte Rauball: "Dass die von mir angemahnten Dinge in diesen erwähnten Spielen zu sehen waren, muss deutlich positiv bewertet werden."

Nach 20 Jahren an der Spitze des Klubs stellt sich Rauball am nächsten Sonntag (wir berichten im Live-Ticker) erneut zur Wahl. Gefragt nach seinen inhaltlichen Schwerpunkten im Falle der Wiederwahl, sagte er: "Die Ruhe im Verein ist das Allerwichtigste. In den Gremien herrscht diese Ruhe in einem Maße, wie man sich das besser nicht vorstellen kann."

Obwohl Trainer Jürgen Klopp "ein Glücksfall für Dortmund" gewesen sei, sollte man nicht zu sehr "einer Phase nachhängen, die wir mit dem Namen und der Arbeit Klopps verbinden. Wir müssen uns neuen Fakten stellen, und ausschließlich diese Fakten dürfen die Zukunft bestimmen", stellte Rauball klar. Zuletzt gab es immer wieder Diskussion, ob der BVB nicht wieder einen Typ Klopp bräuchte.

Verpassen Sie keine Nachricht zu Borussia Dortmund und werden Sie Fan unserer Facebook-Seite.

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare