Randalierende Fans überschatten BVB-Sieg gegen Dynamo Dresden

Mario Götze Borussia Dortmund Dynamo Dresden
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Gleich mehrfach musste die Partie in Dortmund unterbrochen worden, weil Dynamo-Fans Feuerwerkskörper zündeten oder wie hier Mario Götze bei der Ausführung eines Eckballs mit einem Laserpointer blendeten.

DORTMUND - Der deutscher Fußball-Meister Borussia Dortmund hat seine Pflichtaufgabe erfüllt und mit einem 2:0 (1:0)-Erfolg gegen den Zweitliga-Vertreter Dynamo Dresden das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Leider kam es rund ums Stadion um Ausschreitungen.

Von Peter Schwennecker

15 Festnahmen bei Ausschreitungen

15 Festnahmen und mehrere verletzte Menschen lautete die vorläufige Bilanz der Polizei Dortmund im Zusammenhang mit dem DFB-Pokal-Spiel zwischen dem deutschen Fußball-Meister Borussia Dortmund und Dynamo Dresden. Am Dienstagabend kam es im Vorfeld nach Angaben der Behörden zu „teilweise massiven Auseinandersetzungen“ zwischen Gewalttätern aus dem Dresdner Fanlager und der Polizei. Es wurde Pyrotechnik gezündet und mit Flaschen geworfen. Die Polizei musste Pfefferspray einsetzen.

Sogenannte Problemfans wurden von der Polizei zu den Bussen geleitet, dabei kam es immer wieder zu Konfrontationen.

Drei Tage nach der 5:0-Gala in der Bundesliga gegen den 1. FC Köln war es vor 73 100 Zuschauern allerdings in erster Linie ein Arbeitssieg des BVB gegen tapfer kämpfende Dresdner, die zuvor immerhin Bayer Leverkusen ausgeschaltet hatten. „Das war kein Spaßspiel, sondern harte Arbeit“, bestätigte BVB-Trainer Jürgen Klopp. Kapitän Sebastian Kehl fügte hinzu: „Das war ein Muss.“ Und Marcel Schmelzer meinte: „Wir waren gewarnt vor dieser Mannschaft. Daher sind wir die Aufage sehr konzentriert angegangen.“

Während die Dresdner Mannschaft eine gute Visitenkarte hinterließ, sorgten einige Chaoten unter den 11 000 mitgereisten Dynamo-Fans schon vor dem Anpfiff für Krawalle. Sie versuchten eine Polizeiabsperrung zu durchbrechen, bewarfen die Polizisten dabei mit Steinen, Flaschen und Pyrotechnik. Bei den Ausschreitungen vor dem Anstoß gab es 15 Verletzte, zwei Dynamo-Fans wurden in Gewahrsam genommen. Wegen der Randale musste eine Zufahrtsstraße gesperrt werden, was zum Verkehrschaos führte. Deshalb begann die Partie mit einer Viertelstunde Verspätung.

Jürgen Klopp hatte seine Elf nur auf einer Position geändert. Der Australier Mitch Langerak stand für Roman Weidenfeller zwischen den Pfosten. Ansonsten vertraute der Coach jenen Profis, die zuvor in der Bundesliga die Kölner zerlegt hatten. Mit durchgetretenem Gaspedal wollten die Borussen auch gegen den Zweitligisten auftrumpfen, doch es dauerte lang, bis der Favorit so richtig in Fahrt kam. Denn Dynamo, vom früheren Dortmunder Ralf Loose taktisch gut eingestellt, stand weitaus kompakter als die Kölner, stellte vor allem die Räume auf den Flügeln geschickt zu. Dort gab es zunächst weder für Marcel Schmelzer und Kevin Großkreutz auf der linken noch für Lukasz Piszczek und Mario Götze auf der rechten Seite ein Durchkommen. Der BVB kontrollierte zwar das Geschehen, aber Torchancen wurden nur sehr wenig herausgespielt. So war es ein Distanzschuss von Sven Bender aus 25 Metern, der Dresdens Torhüter Wolfgang Hesl (29.) vor die erste echte Bewährungsprobe stellte. Der folgende Eckball von Mario Götze brachte die Führung. Robert Lewandowski war aus kurzer Distanz per Kopfball erfolgreich. Es war bereits das elfte Pflichtspieltor des Polen in der laufenden Saison.

Mehr Tempo und direkteres Passspiel hatte Klopp seiner Mannschaft offenbar für Durchgang zwei verordnet, denn nach der Pause lief der Ball wesentlich schneller und präziser durch die Dortmunder Reihen. Dem BVB gelang es damit immer häufiger, den Abwehrriegel der Dresdner zu knacken. Was zwangsläufig zu Torchancen führte, die aber zunächst Lukasz Piszczek aus allerdings sehr spitzem Winkel und Sebastian Kehl vergaben. Der erlösende zweite Treffer fiel erst in der 65. Minute. Bender spielte das Leder genau in den Lauf des auf der rechten Seite durchgestarteten Götze. Und der Nationalspieler ließ Schlussmann Hesl mit einem platzierten Schuss keine Abwehrmöglichkeit.

Danach musste Schiedsrichter Peter Gagelmann die Partie einige Minuten unterbrechen, weil sich Dynamo-Fans nicht beherrschten und wiederholt Feuerwerkskörper abbrannten.

Quelle: wa.de

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