Nachts im Museum: Trübe Stimmung beim BVB-Bankett

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LONDON - Die Location war mehr als eindrucksvoll. Bis 18 Uhr war das Natural History Museum in der Cromwell Road in London noch für Touristen geöffnet.

Als etwa eine Stunde nach Mitternacht die Mannschaft des BV Borussia Dortmund zur „Schwarzgelben Nacht“ an dieser historischen Stätte erschien, war das alte Gemäuer mit Bildern der Geschichte des BV Borussia Dortmund dekoriert. Und gerne hätte die große schwarz-gelbe Familie in der englischen Metropole ein weiteres glorreiches Kapitel hinzugefügt, doch die bittere Last-Minute-Niederlage der Borussen trübte die Stimmung bei der großen BVB-Party, zu der 1400 Gäste geladen wurden, darunter viele ehemalige Profis und Trainer des Traditionsvereins sowie NRW-Ministerin Hannelore Kraft.

Trauer und Stolz: Die BVB-Stars beim Bankett

„Das war ein tolles Finale. Wir sind stolz auf euch“, mussten sich Trainer Jürgen Klopp und seine Profis auf den Weg zur Bühne immer wieder anhören, doch selbst zahlreiche Umarmungen und das Schulterklopfen der Freunde und Ehrengäste spendeten nur wenig Trost. Was auch für den Vorsitzenden der Geschäftsführung galt: „Diese Niederlage fühlt sich immer noch scheiße an“, begann Hans-Joachim Watzke seine kurze Rede, bevor Schlagerstar Helene Fischer auftrat. „Unser Glückwunsch gilt den Bayern, die eine überragende Saison in der Champions League gespielt haben und diesen Titel deshalb verdient haben“, gratulierte er brav dem Rivalen.

„Doch so wie sich der gesamte Verein, Mannschaft und Fans hier in London präsentiert haben, nötigt das ganz Europa Respekt ab“, betonte Watzke und richtete gleich eine neue Kampfansage an die Münchner: „Wir werden auch in der kommenden Saison angreifen. Ich verspreche, dass wir eine so gute Mannschaft haben, die wieder alles rausholen wird.“ Auch Jürgen Klopp richtete den Blick gleich nach vorn. „Kopf hoch, wir werden sicherlich zurückkommen, auch in ein Finale der Champions League“, beteuerte der Trainer. „Vielleicht nicht nach Wembley, und Lissabon in der kommenden Saison wird sicherlich auch schwer. Doch Berlin 2015 wäre für uns eine sehr reizvolle Sache.“ - P. Sch.

Quelle: wa.de

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