Meisterfeier in Dortmund: Zehntausende auf den Straßen

Dortmund - Zehntausende Fußball-Fans sind in Dortmund auf den Beinen. Seit Sonntagmittag fährt der Deutsche Meister mit einem Party-Truck durch die Stadt. Am späten Nachmittag endet die Tour mit einer Riesen-Party vor den Westfalenhallen.

Von einer langen Partynacht gezeichnet waren die Borussia-Spieler und der Trainerstab gegen 11.30 Uhr auf den Party-Truck gestiegen - viele wie Trainer Jürgen Klopp mit einer dunklen Sonnenbrille.

Der erste Höhepunkt war die Ankunft um 12.09 Uhr am Borsigplatz, der Wiege der Borussia. Mannschaft und Fans schmetterten gemeinsam Fan-Gesänge.

Am späten Nachmittag lässt sich die Mannschaft auf einer Bühne vor den Westfalenhallen feiern.

So lief der Samstag

Als BVB-Präsident Reinhard Rauball in seiner Funktion als Liga-Boss die begehrte Trophäe an Kapitän Roman Weidenfeller überreichte, geriet das mit 80.720 Zuschauern ausverkaufte Stadion zu einem Tollhaus. Die Zeremonie war zugleich der Startschuss für die Mega-Meisterparty, die am Sonntag mit dem Autokorso der Mannschaft vor geschätzten rund 400.000 Menschen auf den Straßen fortgesetzt wird.

Im gelben Konfettiregen reckte Weidenfeller die „Salatschüssel“ in die Höhe, bevor sich die Spieler mit ihren silbernen Meistermedaillen um den Hals unter dem ohrenbetäubenden Gesängen der Fans mit dem Objekt der Begierde zu einer Ehrenrunde aufmachten.

Der BVB hat die Schale! Dortmund feiert

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Für einen Wermutstropfen nach dem Abpfiff sorgten ausgerechnet die eigenen Fans, von denen einige, trotz zahlreicher Appelle von Spielern, Trainer und Funktionären während der Woche den Rasen stürmen wollten und eine Absperrung hinter dem Tor durchbrachen. Erst die Spieler, allen voran Mannschaftskapitän Weidenfeller, vermochten mit beschwörenden Worten an die wenigen undisziplinierten Fans ein noch größeres und möglicherweise folgenschweres Chaos zu verhindern.

Dennoch verschwanden die BVB-Stars rund eine Viertelstunde nach der Meisterehrung in der Kabine, nachdem immer mehr Anhänger den Platz gestürmt hatten. Diejenigen, die die in den Innenraum drängten, wurden von den Fans auf den Tribünen sogar ausgepfiffen.

Vor der Begegnung hatten sich die kompletten rund 25.000 Fans auf der legendäre Südtribüne von ihrer besten Seite gezeigt, ihre neuen „Helden“ mit Zig-Tausend gelben und schwarzen Fahnen und einer farbenprächtigen schwarz-gelben Choreografie sowie einer riesigen Meisterschale empfangen.

Unmittelbar vor dem Anpfiff hatten BVB-Geschäftsfühhrer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc Nuri Sahin, der zu Real Madrid wechseln wird, und Publikumsliebling Dede auf dem Rasen verabschiedet und für Gänsehautatmosphäre gesorgt.

sid

Quelle: wa.de

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