Bei der Meisterfeier ist der Rasen tabu

DORTMUND - Der Stadionrasen wird nach dem Schlusspfiff am Samstag zum Sperrgebiet. Die Angst vor möglichen Störmanövern eventuell frustrierter Frankfurter Fans während der Übergabe der Meisterschale zwingt die Verantwortlichen des BV Borussia Dortmund zu außergewöhnlichen Sicherheitsvorkehrungen.

„Das wird hoch emotional“, betonte Hans-Joachim Watzke, der Vorsitzende der BVB-Geschäftsführung. „Und angesichts der Ereignisse des vergangenen Wochenendes müssen wir mit diesem Thema sehr sensibel umgehen.“ Weil die Partie gleich in 196 Ländern live übertragen wird, hat der Meister von der Deutschen Fußball Liga die Auflage erhalten, nach dem Schlusspfiff keine Zuschauer auf den Rasen zu lassen. „Ich kann mir zwar vorstellen, wie enttäuscht deshalb unsere Fans sind, doch appelliere ich an die Vernunft. Die Bundesliga will international ein gutes Bild abgeben.“ Die Jubel-Orgien der Dortmunder Fans nach dem Schlusspfiff auf dem Rasen könnten die 8 000 Eintracht-Anhänger auf der Nordtribüne provozieren. „Wir müssen eine direkte Konfrontation beider Fan-Gruppen im Stadion unbedingt vermeiden.“ Deshalb werden sowohl die Zahl der Ordner als auch das Polizeiaufgebot rund um die Partie drastisch erhöht.

Dass der Rasen tabu ist, hält BVB-Trainer Jürgen Klopp nicht für problematisch: „Wir hatten in dieser Saison viele außergewöhnliche Momente zu bejubeln. So richtig zusammen feiern können wir schließlich am Sonntag, wenn wir dann ganz unter uns sind.“

Peter Schwennecker

Quelle: wa.de

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