Bundesliga

Marco Reus macht im TV-Interview ein alarmierendes Geständnis – Ziel des BVB gefährdet

+
BVB-Kapitän Marco Reus hat im TV-Interview ein Geständnis gemacht.

BVB-Kapitän Marco Reus hat im TV-Interview nach dem 2:2 von Borussia Dortmund gegen Werder Bremen die Lage zusammengefasst. Es sieht nicht gut aus.

Update vom 29. September, 10.43 Uhr: Auch einen Tag nach dem 2:2 von Borussia Dortmund gegen Werder Bremen stimmt das TV-Interview von Marco Reus nachdenklich. Der BVB-Kapitän hat sich selbst und allen anderen klargemacht, dass der Druck auf Borussia Dortmund steigt. Wenn man das gesetzte Ziel noch erreichen will.

Zwar gab es Schützenhilfe für Borussia Dortmund ausgerechnet vom Revierrivalen FC Schalke 04 gegen RB Leipzig, aber der FC Bayern München sammelt weiter seine Punkte. Marco Reus warnte daher, dass man jetzt schon fast jedes Spiel gewinnen müsse – um weiter Kurs auf die Meisterschaft zu nehmen. Dabei steht vor allem Trainer Lucien Favre in der Kritik beim BVB.

Der BVB befindet sich nach sechs Spieltagen nur im Tabellenmittelfeld wieder, der SC Freiburg – nächster Gegner von Borussia Dortmund – könnte mit einem Sieg am Sonntag sogar noch vorbeiziehen. Die Saison ist zwar noch jung und die Zählerstände klaffen nicht allzu weit auseinander. Reus sagte im TV-Interview aber zurecht: "Wir sind in der Schuld zu gewinnen."

Bereits am Mittwoch hat der BVB dazu wieder die Chance. In der Champions League geht es auswärts gegen Außenseiter Slavia Prag (18.55 Uhr). Wir haben bereits vorab einen Blick auf die voraussichtliche Startelf des BVB geworfen.

Borussia Dortmund nicht bereit für die Meisterschaft? Marco Reus macht Geständnis im TV

Dortmund – Borussia Dortmund gegen den SV Werder Bremen 2:2 (2:1) gespielt. Das bedeutete nach Abpfiff Platz sieben in der Tabelle. Die Saison ist zwar am Anfang und Rekordmeister Bayern München steht nur drei Zähler vor dem BVB nach sechs Spieltagen – aber Kapitän Marco Reus schlägt bereits Alarm und gesteht, wie er die Situation empfindet.

"Ich mache mir Sorgen, dass wir die Spiele nicht gewinnen", gestand Reus nach dem Unentschieden des BVB gegen den SV Werder Bremen am Samstag Sky-Reporter Ecki Heuser, bei dem er eine Woche zuvor schon wegen der Mentalitätsdebatte im TV ausgerastet war. Dieses Mal zeigte sich Reus einsichtiger. "Jetzt haben wir schon ein bisschen Rückstand und sind in der Schuld, die nächsten Spiele zu gewinnen", sagte er.

BVB-Kapitän Reus macht sich Sorgen um die Zielsetzung von Borussia Dortmund – Keeper Bürki stänkert

Reus weiß aber auch, dass nach dem Unentschieden von Borussia Dortmund gegen den SV Werder Bremen (bei uns im Ticker zum Nachlesen) noch nicht alles verloren ist. Bei all dem Druck, der jetzt größer wird, denkt Reus: "Wir müssen dabei aber auch Ruhe bewahren und aus uns schauen – egal was außerhalb passiert." BVB-Torhüter Roman Bürki sieht das schon etwas anders.

Borussia Dortmund gerät gegen Bremen früh: Schlechte Stimmung in BVB-Kabine

"Wir haben nicht gespielt wie Männer", sagte Bürki nach dem Remis des BVB gegen Bremen. Die Dortmunder konnten das Spiel nicht unter ihre Kontrolle bringen, gerieten sogar früh in Rückstand. Mit dem Tor von Mario Götze – der in der BVB-Startelf stand und zusammen mit Marco Reus eine kuriose Premiere gefeiert hat – zeigten die Hausherren zwar die richtige Reaktion. Es war aber zu wenig. "Wir sind schon sehr enttäuscht. Das schlägt jetzt auch auf die Stimmung in der Kabine", meinte Bürki.

BVB-Coach Favre nach Remis bei Borussia Dortmund gegen SV Werder Bremen: "Wir müssen es mehr kontrollieren"

BVB-Trainer Lucien Favre sieht das ähnlich. "Wir müssen es mehr kontrollieren. Es geht hin und her und wir bekommen Konter. Wir haben zu viele Ballverluste gehabt – für nichts", sagte er. Borussia Dortmund hatte zwar mehr Ballbesitz (65 Prozent), "aber manchmal das Spiel nicht unter Kontrolle gehabt", so Favre. Mit Blick auf die Meisterschaft sagte er nach dem Remis des BVB gegen Werder Bremen: "Wir haben zu wenig Punkte geholt und sind enttäuscht."

Marco Reus warnt, BVB kassiert zwei Gegentore von Werder Bremen – zu viele

Borussia Dortmund ging zwar in Führung durch einen Treffer von Reus in der 41. Minute. "Der Trainer hat auch in der Halbzeit gesagt, wir wollen das dritte und vierte Tor – und dann sei es immer noch nicht vorbei", sagte Bürki. "Wir haben dann aber auf den Ausgleich der Bremer nicht mehr reagieren können", so der Keeper, der zweimal hinter sich greifen musste. Für Kapitän Reus war klar: "Wir müssen auf das 3:1 gehen und es dann auch machen." Und: Der BVB darf hinten nicht so viele Gegentore kassieren.

So aber konnte der SV Werder Bremen einen Punkt mit an die Weser nehmen aus Dortmund – trotz vieler Ausfälle. Die Kollegen von deichstube.de* haben das Spiel zusammengefasst und auch die Reaktion von Werder-Coach Florian Kohfeldt eingefangen. Dem BVB hingegen fehlt es an Konsequenz und Präzision, findet unser BVB-Reporter Peter Schwenneker in seinem Kommentar. maho

Borussia Dortmund und Werder Bremen trennen sich 2:2 unentschieden

Verpassen Sie keine Nachricht zu Borussia Dortmund und werden Sie Fan unserer Facebook-Seite.

*deichstube.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare