Liga total! Cup: BVB schon in der Spur

Und sie jubeln schon wieder: BVB-Trainer Jürgen Klopp (rechts) gratuliert dem Torschützen Felipe Santana. Links Mohamed Zidan.

Von Eric Dobias und Detlef Rehling MAINZ - Champion Borussia Dortmund hat zweieinhalb Wochen vor dem Bundesliga-Auftakt schon mal die Muskeln spielen lassen und seinen Trophäenschrank weiter gefüllt.

Der deutsche Fußball-Meister gewann am Mittwochabend durch ein 2:0 (0:0) im Finale gegen den Hamburger SV den Liga total! Cup und feierte damit zugleich eine gelungene Generalprobe für den Supercup gegen Erzrivale Schalke 04 am kommenden Samstag.

„Wir haben das heute ordentlich hingekriegt, mehr gibt es dazu nicht zu sagen“, meinte BVB-Trainer Jürgen Klopp, der noch „einige Fehler“ bei seiner Mannschaft und „noch viel Arbeit“ mit Blick auf die am 5. August beginnende Spielzeit sah. Rekordmeister Bayern München, der im Halbfinale am HSV gescheitert war, sicherte sich zumindest den Trostpreis. Das Star-Ensemble von Trainer Jupp Heynckes setzte sich zuvor im Spiel um Platz 3 gegen den Bundesligarivalen FSV Mainz 05 mit 5:4 im Elfmeterschießen durch. Nach zweimal 30 Minuten hatte es 2:2 (1:1) gestanden. „Die Mannschaft hat in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt“, lobte Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger. Im anschließenden Endspiel boten beide Teams lange nur Schmalkost, ehe der BVB in den letzten zehn Minuten aufdrehte und durch Tore von Felipe Santana (50.) und Mohamed Zidan (51.) zum verdienten Turniersieg kam. „Das hat einen großen Wert für uns. Wir sind sehr froh, dass wir diesen Titel gewonnen haben, das gibt uns Motivation und Selbstvertrauen“, sagte Torschütze Zidan. Zuvor war beim Meister das Fehlen einer Reihe von Leistungsträgern deutlich spürbar geworden. Nachdem sich Manndecker Neven Subotic im Halbfinale gegen Mainz (1:0) eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte, musste Trainer Jürgen Klopp kurzfristig auch noch auf den verletzten Jung-Nationalspieler Mario Götze verzichten. Torgefahr ging im ersten Durchgang nur von Shinji Kagawa aus, doch der Japaner blieb im Abschluss zweimal glücklos. Auf der Gegenseite vergab Son Heung-Min, gegen die Bayern mit einem Doppelpack noch gefeierte Matchwinner, frei vor BVB-Schlussmann Mitchell Langerak die Führung für die Hamburger. Zuvor hatten sich die Bayern und Mainz vor 32 284 Zuschauern einen offenen Schlagabtausch geliefert, obwohl beide Trainer personell kräftig rochierten. Bei den Bayern standen lediglich Torwart Manuel Neuer und Innenverteidiger Holger Badstuber erneut in der Startelf. Beim FSV durften nur Niko Bungert und Marco Caligiuri, der mit einer Adduktorenverletzung frühzeitig ausschied, wieder von Beginn an ran. Nikolce Noveski brachte die Gastgeber in der 11. Minute in Führung, die David Alaba kurz vor der Pause ausglich. Nils Petersen (57.) brachte die Bayern per Foulelfmeter nach vorn, doch Anthony Ujah (59.) schlug kurz vor Schluss für die 05er noch einmal zurück. Vom Punkt versagten dann jedoch ausgerechnet den beiden Mainzer Torschützen die Nerven. In der regulären Spielzeit hatten die Gastgeber bei Pfostentreffern von Ujah (33.) und Elkin Soto (45.) zweimal Pech. Der Ärger über seine Leistung und das verpasste Finale beim ersten Härtetest hielt sich bei Bayerns Torwart Manuel Neuer in Grenzen, und auch die Anfeindungen am Rande versuchte der Schlussmann nicht so schwer zu nehmen. „Ich gehe locker damit um und habe das nicht so wahrgenommen. Man muss auch bedenken, dass Fans von Borussia Dortmund da waren“, kommentierte Neuer die Pfiffe. - dpa

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