BVB mit leisen Tönen vor dem Derby gegen Schalke

DORTMUND ▪ Sie eilen mit Riesenschritten in Richtung Deutsche Meisterschaft, doch vor dem 137. Revierderby gegen den FC Schalke 04 demonstrieren die Höhenflieger des BV Borussia kollektive Bodenhaftung. Die „Lautsprecher“ werden derzeit in Dortmund ausgeschaltet.

Von Peter Schwennecker

Vereinsführung, Trainerteam und Mannschaft verbreiten in erster Linie leise Töne. „Das wird eine harte Nuss, wieder ein sehr umkämpftes Derby“, glaubt auch Jung-Nationalspieler Mats Hummels nicht daran, dass der Spitzenreiter die in der Bundesliga-Tabelle um 25 Punkte distanzierten Blau-Weißen im Spaziergang demontieren wird. „Die Schalker können mit diesem einen Spiel bei ihren Fans sehr viel gut machen. Deswegen sind sie besonders gefährlich.“

Derweil ist Jürgen Klopp darum bemüht, die Vorfreude bei seinen Profis in positive Energie umzuwandeln. „Dies ist das Spiel, das Fußball so sehr in den Mittelpunkt rückt wie sonst nichts anderes“, beschreibt der BVB-Trainer die besondere Bedeutung des Revierschlagers, bei dem es den Schwarz-Gelben erstmals seit der Serie 1996/97 (1:0 und 3:1) wieder gelingen kann, zwei Siege in einer Saison zu feiern. „Das habe ich noch nicht erlebt“, denkt Kapitän und Schlussmann Roman Weidenfeller gern an den triumphalen Empfang nach dem 3:1-Hinspielsieg in der Schalker Arena im September zurück. „Für einen solchen Moment ist man doch Fußballer“, erklärt der Torhüter, der in den Derbys bisher immer starke Leistungen zeigte. „Wir sind uns der Großartigkeit der Chance bewusst, unseren Fans den zweiten Derbysieg in einer Saison zu bescheren“, sucht Klopp schon vor dem Anpfiff im mit 80 720 Zuschauern ausverkauften Signal Iduna Park – darunter 8 000 Anhänger der Schalker – den Schulterschluss mit den BVB-Fans. „Sie werden ihren Teil dazu beitragen und für eine außergewöhnliche Atmosphäre sorgen.“

Klopp ist sich darüber im Klaren, dass seine Mannschaft auch eine außergewöhnliche Leistung zeigen muss, um das große Ziel zu erreichen. Dabei spielt die große Lücke von 25 Punkten, die zwischen den Teams klafft, für den Fußball-Lehrer keine gravierende Rolle, weil er im Schalker Team durchaus Potenzial sieht. „Wir müssen den Fußball spielen, der die Qualität des Gegners nicht zum Vorschein kommen lässt“, betont der Coach und hofft darauf, dass seine Mannschaft von Beginn an das Tempo diktieren wird. „Hohes Tempo hat noch nie geschadet“, sagt Klopp, wobei für ihn erneut das Spiel gegen den Ball und ohne Ball entscheidend sein wird. Denn in Sachen Kraft und Kondition macht er keinen Unterschied zu den Schalkern aus. „Mannschaften von Felix Magath sind immer fit“, sagt der 43-Jährige, der von seiner Elf in dieser Hinsicht auch eine Portion Cleverness erwartet: „Wir werden so viel laufen wie wir können, und nicht so viel wie wir müssen.“

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare