Kuba-Äußerungen sorgen für Gesprächsbedarf

Jakub Blaszczykowski ▪

DORTMUND ▪ Die Vorbereitung auf das schwere Bundesliga-Auswärtsspiel am Freitagabend (20.30 Uhr) beim SV Werder Bremen war angesichts der internationalen Einsätze von elf Profis des BV Borussia alles andere als optimal.

Nur einmal hatte BVB-Coach Jürgen Klopp gestern Abend die Gelegenheit, mit seinem annähernd kompletten Kader zu trainieren. Dabei fehlten allerdings die angeschlagenen Mario Götze (Prellung) und Marcel Schmelzer (Muskelfaserriss). Während Götze, der bei einer Übungseinheit unglücklich mit Ersatztorhüter Mitch Langerak zusammengeprallt war, heute die Reise nach Bremen mit antreten wird, schloss Klopp einen Einsatz von Schmelzer nahezu aus.

Erfreut zeigte sich der Trainer darüber, dass bis auf Neven Subotic, der in der EM-Qualifikation mit Serbien an der Slowakei scheiterte, alle anderen Nationalspieler mit Erfolgserlebnissen und ohne schwere Blessuren zurückkehrten. Etwas störend waren da nur ein paar Nebengeräusche aus Polen, die Jakub Blaszczykowski, der wie sein Teamkamerad Robert Lewandowski beim 2:0 gegen Weißrussland einen Treffer erzielte, zuvor in einem Interview mit dem Sender Polsat Sport von sich gegeben haben soll. „Ich bin damit nicht ganz zufrieden, wie ich im Klub ausgenutzt werde“, beklagte sich Kuba über seine Defensivaufgaben und die Tatsache, dass er beim BVB zuletzt nicht so oft zum Zuge gekommen war. „Ich denke, dass es sich bei dieser Aussage um einen klassischen Übersetzungsfehler handelt“, wollte Klopp der öffentlichen Beschwerde Kubas keine große Bedeutung beimessen. „Ich finde es ganz in Ordnung und normal, wenn sich Spieler, die nicht immer spielen, unzufrieden äußern. Vorausgesetzt natürlich, sie antworten auf eine Frage und geben nicht selbst eine Presseerklärung heraus.“ Gesprächsbedarf sah der Fußball-Lehrer allerdings angesichts des Wortes „ausgenutzt“. „Ich rede öfter mit meinen Spielern und werde auch das Thema anschneiden, wenn ich mit Kuba spreche“, erklärte Klopp.

Die gezielte Vorbereitung auf die Aufgabe gegen Bremen sollte dieses Randthema aber nicht stören. In erster Linie freut sich Klopp auf ein richtig gutes Fußballspiel, weil er nicht damit rechnet, dass sich die Bremer – wie alle anderen Mannschaften gegen die Dortmunder – sehr defensiv verhalten werden. „Ich glaube, dass diese Partie in Sachen Ballbesitz nahezu ausgeglichen werden wird. Es könnte sogar einen offenen Schlagabtausch geben. Da dürfen sich die Zuschauer drauf freuen“, betonte Klopp. Dass die Borussia beim letzten Auftritt an der Weser glatt mit 0:2 verlor, war laut BVB-Trainer den langen Feiern nach dem vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft geschuldet: „Diese Gefahr besteht diesmal natürlich nicht.“

PETER SCHWENNECKER

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare