Klopp rechnet mit Bayer-Sieg in München

Robert Lewandowski soll heute sein Trefferkonto gegen Freiburg erhöhen. ▪
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Robert Lewandowski soll heute sein Trefferkonto gegen Freiburg erhöhen. ▪

DORTMUND ▪ Erst die Münchner Bayern gegen Leverkusen, dann Borussia Dortmund gegen den SC Freiburg. Auch BVB-Trainer Jürgen Klopp benutzt mit Blick auf das kommende Bundesliga-Wochenende die Bezeichnung Super-Sonntag. „Das gilt allerdings nur für die, die Fußball gucken", bemerkt der BVB-Fußball-Lehrer. „Wir wollen in erster Linie spielen und unabhängig von allen anderen Ergebnissen dieser Welt ganz einfach unser Heimspiel gewinnen.“

Mit seiner Mannschaft hat Klopp bereits zu Beginn der Woche sämtliche Möglichkeiten durchgespielt. Seine Profis sind auf alle Fälle vorbereitet. „Für mich ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass wir beim Anstoß um 17.30 Uhr nur noch zwei Punkte Vorsprung auf Bayer haben“, sagt Klopp, der mit einem Leverkusener Sieg am Nachmittag in München rechnet. Dass seine Elf deshalb nervös werden könnte, glaubt er nicht. Deshalb wird die Dortmunder Mannschaft zuvor nicht abgeschottet. „Nein, wir werden keine Handys einsammeln und auch nicht die Ordner im Stadion zum Schweigen verpflichten“, schmunzelt Klopp. Alle Borussen werden vor dem Anstoß wissen, worum es in diesem drittletzten Heimspiel der Saison geht. Dass sein Team in den vergangenen Wochen angesichts der mageren Chancenverwertung wegen fehlender Zielstrebigkeit den einen oder anderen Punkt leichtfertig liegengelassen hat, weist Klopp vehement zurück. „Was soll ich dieser Mannschaft vorwerfen. Die ist fast in jedem Spiel über sich hinausgewachsen und hat sensationelle 66 Punkte. Doch die reichen nicht. Aber wird sind dabei. Fünf Spieltage vor Schluss kann man sich doch keine bessere Situation vorstellen.“

Ein Sieg gegen den Tabellenachten SC Freiburg ist das erklärte Nahziel der Dortmunder, die damit auf jeden Fall ihren Vorsprung behaupten würden. Doch leicht wird die Aufgabe für die Borussen nicht. „Wir sind gerne bereit, uns von unseren Fans pushen zu lassen. Jeder, der mithelfen will, eine außergewöhnliche Atmosphäre zu schaffen, ist herzlich eingeladen“, nimmt Klopp im Meisterschafts-Endspurt die Anhänger mit ins Boot.

Die Freiburger können in Dortmund befreit aufspielen. „Für diesen Verein ist es außergewöhnlich, schon so früh den Klassenerhalt sicher zu haben“, erklärt Klopp. „Sie können sich jetzt auch noch mehr vornehmen.“ Schon im Hinspiel hatten die Borussen zumindest eine Halbzeit lang große Probleme mit den Breigauern, ehe einige Kurskorrekturen noch zum 2:1-Sieg führten.

Bis auf Lucas Barrios (Muskelfaserriss), Sebastian Kehl und Shinji Kagawa steht der komplette Kader zur Verfügung. Meldungen, dass der Japaner nach dem Mittelfußbruch schon im kommenden Auswärtsspiel in Mönchengladbach sein Comeback feiern könnte, verweist Klopp in das Reich der Märchen. „Shinji hat bisher gegen keinen Ball getreten und kann nur geradeaus laufen. Er weiß selbst, dass er von einem Einsatz sehr weit entfernt ist“, betont der Coach.

Vermutlich wird Robert Lewandowski die Rolle von Barrios im Sturmzentrum des BVB einnehmen. „Er ist jetzt gefordert“, sagt Klopp. „Doch er hat auch die Qualität, das stemmen zu können.“ Eine mögliche Alternative wäre zudem Mohamed Zidan. Diese Möglichkeit lässt Klopp zumindest noch offen.

Peter Schwennecker

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