Für Klopp ist Freiburg eine große Herausforderung

Lucas Barrios.

DORTMUND ▪ Wenn der Tabellenzweite beim Schlusslicht der Liga antritt, sind die Rollen eigentlich klar verteilt. Doch Jürgen Klopp, Trainer des deutschen Fußball-Meisters Borussia Dortmund, spricht vor dem heutigen Gastspiel des BVB beim SC Freiburg (15.30 Uhr) von einer „großen Herausforderung“ für seine Mannschaft.

Denn für Klopp ist es ein echtes Phänomen, dass derzeit in der Bundesliga offenbar jeder jeden schlagen kann. Als aktuelles Beispiel führt er dabei die Niederlage der Mönchengladbacher beim FC Augsburg an. „Auf uns“, beteuert Klopp, „wartet in Freiburg eine sehr schwere Aufgabe.“

Im letzten Spiel der Hinrunde muss der Titelverteidiger noch einmal alle Kräfte mobilisieren. Denn Freiburg ist mit 120,3 Kilometern pro Begegnung die laufstärkste Mannschaft des deutschen Fußball-Oberhauses. Für den BVB ist es allerdings kein besonders schwieriges Unterfangen, sich darauf einzustellen, steht er doch mit 119,5 km an zweiter Stelle dieses Statistik. Für Klopp ist aber auch klar, dass die aktuelle Tabelle wenig über die wahre Spielstärke der Breisgauer aussagt. Von den kämpferischen Qualitäten des Sport-Clubs ist er ohnehin überzeugt: „Die Freiburger werden sich einiges vorgenommen haben. Wir müssen dem standhalten.“

Mit welcher Formation der BVB heute in Freiburg auflaufen wird, dürfte sich erst in den Stunden vor dem Anpfiff entscheiden. Mit Mario Götze, Sven Bender und Neven Subotic fallen weiter drei wichtige Leistungsträger im Mannschaftsgefüge aus. Auch Moritz Leitner (Rippenbruch) steht noch nicht zur Verfügung. Sebastian Kehl hat sich nach seiner Augenhöhlenprellung ins Mannschaftstraining zurückgemeldet, zuletzt aber nur wenige Übungseinheiten absolviert. Ob es in Freiburg für 90 Minuten reichen wird, erscheint zumindest fraglich. Ilkay Gündogan hat seine Grippe überstanden, ist aber ebenfalls nicht im Vollbesitz seiner Kräfte.

Dass sich Torjäger Lucas Barrios wegen seines Reservistendaseins in den vergangenen Wochen erstmals auch öffentlich beschwerte, will Klopp übrigens nicht überbewerten. Er bezeichnete es als „völlig normal, dass ein Spieler seiner Qualität, dazu noch eine BVB-Legende, unzufrieden ist. Aber ich kann nicht alle glücklich machen.“

Glücklich machen könnte er heute aber alle BVB-Fans, die die Mannschaft wieder zahlreich in den Breisgau begleiten werden. Mit einem „Dreier“ würden die Schwarz-Gelben ihr Punktekonto auf 34 schrauben. Zwei Zähler pro Spiel im Schnitt wären auch für Klopp eine herausragend gute Ausbeute und eine erstklassige Ausgangsposition für die Rückrunde. Zudem wäre damit immerhin klar, dass der BVB als Tabellenzweiter ins neue Jahr starten würden. ▪ WA

Quelle: wa.de

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