Klopp erwartet in Freiburg weitere Steigerung

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Shinji Kagawa ist einer der wenigen Dortmunder, die unter der Woche nicht im Länderspieleinsatz waren.

DORTMUND ▪ Der Tabellenvierte SC Freiburg empfängt am Samstag (15.30 Uhr) den souveränen Klassenprimus Borussia Dortmund. Beim Blick auf die Paarung ist wohl die Bezeichnung Spitzenspiel angesagt, doch ob sich die Partie zu einem wahren Liga-Hit entwickeln wird, stellt zumindest Jürgen Klopp in Frage. Von Peter Schwennecker

„Der SC Freiburg ist neben Mainz 05 und Dortmund wohl die Mannschaft, die für alle am unangenehmsten zu spielen ist“, sagt Dortmunds Fußball-Lehrer. „Deshalb wird das ein sehr unangenehmes Spiel. Für wen, das wird sich auf dem Platz entscheiden.“

Dass sein Trainer-Kollege Robin Dutt in einem Kicker-Interview lautstark verkündete, dass der SC auch Dortmund attackieren wird, hat Klopp vernommen. „Nur wo, das hat er nicht gesagt“, schmunzelt Klopp, der mit seiner Mannschaft im Breisgau die Serie von elf Spielen ohne Niederlage fortsetzen möchte. Schließlich werden die Borussen im Badenova-Stadion mit breiter Brust antreten. Sechs Auswärtssiege in Folge haben das Selbstvertrauen der Schwarz-Gelben mächtig gesteigert.

Und Klopp sorgt dafür, dass seine Himmelsstürmer keineswegs die Bodenhaftung verlieren. Denn während viele andere beim 2:0-Heimsieg über den Hamburger SV davon sprachen, dass der BVB, was Spieltaktik und Reife angeht, weitere Fortschritte gemacht habe, spart der Dortmunder Coach nicht mit Kritik. Die erste Halbzeit, die die Mannschaft gezeigt habe, sei keineswegs ein Zeichen von Geduld gewesen. „Die Jungs haben einfach keine Lösung gefunden, die Defensive des HSV zu knacken“, betont Klopp, der trotz aller Lobhudelei längst kein Ende in der sportlichen Entwicklung sieht. „Wir können immer noch viel besser werden“, sieht der Coach weiter enormes Steigerungs-Potenzial.

Das wird schon in Freiburg erforderlich sein. „Die Mannschaft von Robin Dutt macht taktisch so gut wie keine Fehler“, betont Klopp. „Es wird ein spannendes Spiel.“ Und das wird seiner Mannschaft auch in läuferischer Hinsicht wieder alles abverlangen. „Wir müssen sehr viel investieren, um dort zu bestehen“, beteuert der Trainer. „Was man gegen den Sportclub als Vorteil haben will, muss man sich knüppelhart erarbeiten.“ Und selbst das könnte in Freiburg nicht reichen. „Am Ende wird auch ein bisschen das Glück entscheiden“, meint Klopp, der personell aus dem Vollen schöpfen kann.

Quelle: wa.de

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