Kagawa in glänzender Frühform

Shinji Kagawa ▪
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Shinji Kagawa ▪

BAD RAGAZ ▪ Der deutsche Meister Borussia Dortmund und der Vizemeister der Schweiz, FC Zürich, trennten sich am Samstagabend beim Uhren-Cup in Grenchen (Schweiz) 1:1.

Dass es in der Abwehr der Schwarzgelben nicht rund lief, weil das Zusammenspiel zwischen Neven Subotic und Felipe Santana nicht nur beim 0:1 durch Josip Drmic nicht funktionierte, stört Trainer Jürgen Klopp nicht. Es sei ein Spiel unter schwierigen Bedingungen gewesen, weil die Mannschaft vor ihrem Abflug noch in Dortmund trainiert habe. „Zudem hatten wir eine lange Anreise. Da wir gerade erst ins Training eingestiegen sind, fehlte uns natürlich die fußballerische Leichtigkeit gegen den Schweizer Vizemeister, der schon am Wochenende in die neue Saison startet“, bilanzierte Klopp. Er will das Trainingslager in Bad Ragaz dazu nutzen, die Wettkampfhärte bei seinen Fußballern sehr schnell zu erreichen.

Deshalb stehen jeden Tag drei Trainingseinheiten auf dem Programm, die am Sonntag um 7.30 Uhr mit einem intensiven Lauf begann und mit taktischen Varianten im Stadion ihre Fortsetzung fanden. Dabei standen die Neuerwerbungen besonders im Fokus. Große Hoffnungen auf einen Stammplatz kann sich aber weder Ilkay Gündogan, der in der 8. Minute mit einem Fehlpass die Führung des FC Zürich einleitete, noch Ivan Perisic machen. „Wir haben keinem Spieler versprochen, dass er von Beginn an spielen wird. Denn unsere Spielweise ist nicht so einfach zu verinnerlichen“, sagt der Trainer, der in Grenchen 22 Spieler zum Einsatz brachte.

Wer sich keine Gedanken machen muss, ob er trotz starker Konkurrenz zur Stammformation zählt, ist der lange Zeit verletzte Shinji Kagawa, der in der 11. Minute den Ausgleichstreffer von Kuba vorbereitete und im Trainingslager einen sehr starken Eindruck macht. Die in der Schweiz avisierte Vertragsverlängerung mit dem Japaner wird laut Sportdirektor Michael Zorc allerdings erst in Dortmund erfolgen. „Der Trainer hat mir durch die drei Trainingseinheiten pro Tag einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt Michael Zorc, der von Jürgen Klopp in der Pressekonferenz ein dickes Lob ernte. Der Sportdirektor habe für die kurze, aber sehr harte Vorbereitungsphase in der Schweiz ein ausgezeichnetes Trainingsquartier ausgesucht.

Jens Lederer

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