Jürgen Klopp: „Wir haben noch viel vor“

Jetzt zählt Kaiserslautern. Nuri Sahin (links) schwört den Derbytorschützen Robert Lewandowski ein. ▪
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Jetzt zählt Kaiserslautern. Nuri Sahin (links) schwört den Derbytorschützen Robert Lewandowski ein. ▪

DORTMUND ▪ Der Europapokal-Krimi in Lviv, der Derbysieg auf Schalke – und jetzt? „Ein Spiel, dass wir als sehr wichtig erachten.“ Trainer Jürgen Klopp sprüht nämlich mit Borussia Dortmund voller Tatendrang.

„Die Bundesliga-Saison ist noch so jung und wir haben noch viel vor“, kündigt der BVB-Coach vor dem ersten Flutlichtspiel in dieser Spielzeit an. Der heutige Gegner, der 1. FC Kaiserslautern (20 Uhr, live auf Sky), ist eine Mannschaft, die über „viel Qualität verfügt“, weswegen die Dortmunder sich nicht lange mit dem Erfolg am Sonntag auf Schalke aufhalten könnten, so Klopp.

Den historischen Derbysieg am 19.09. hat der Coach also schon abgehakt. „Genau das ist unser Auftrag“, unterstreicht der 43-Jährige, wofür er beim BVB bezahlt wird. Wobei auch er nach dem Sieg über Schalke Momente erlebte, die mit Geld nicht aufzuwiegen sind. „Was die Fans abgezogen haben, war das Außergewöhnlichste, seitdem ich hier bin. Das war sensationell“, geriet der BVB-Coach ins Schwärmen, als er an den Empfang durch die Dortmunder Anhänger am Sonntagabend zurückdachte. Seit Montag läuft aber die Vorbereitung auf das Kaiserslautern-Spiel, das für den langjährigen Mainzer „persönlich ein Derby“ ist.

Klopps Motivation ist also hoch. Dass seine Spieler die Begegnung gegen den Aufsteiger, für die schon 66 000 Karten verkauft sind, nach den namhaften Gegnern Leverkusen, Stuttgart, Wolfsburg und Schalke auf die leichte Schulter nehmen, glaubt der Trainer indes nicht. „Einige sagen, dass wir die Partie jetzt leichter nehmen können oder dominanter spielen müssen. Das ist ein Scheißdreck. Wir müssen die Zweikämpfe gewinnen, als ob es kein Morgen“, appelliert der Coach daran, dass die Dortmunder ihre Qualität, das Spiel gegen den Ball, einmal mehr unter Beweis stellen. Auf der anderen Seite preist er die Qualitäten der Lauterer mit dem ehemaligen Dortmunder Martin Amedick in der Innenverteidigung vollmundig an: „Das ist eine gut zusammengestellte Mannschaft, obwohl sie viele Jungs abgeben mussten. Sie haben ein kampfstarkes und schnelles Mittelfeld und mit Hoffer und Lakic ein extrem starkes Sturmduo, dass sich hervorragend ergänzt.“

Obwohl der BVB keine kurzfristigen, weiteren Ausfälle zu beklagen hat, kann sich Klopp vorstellen, die Startelf ein wenig durcheinanderzuwürfeln. „Die Aufstellung kann durchaus eine andere sein als in Gelsenkirchen. Das hängt stark von meinen Eindrücken und Gesprächen ab. Bei den Spielern, bei denen ich sehe, dass sie Zeit brauchen, wird gewechselt“, so Klopp gestern vor dem Abschlusstraining.

Eine weitere Unbekannte hat der BVB-Coach erst gar nicht auf der Rechnung. Die Borussia absolviert heute das dritte Spiel innerhalb von sieben Tagen. „Das ist nicht besonders hart, aber schon intensiv“, findet Klopp, für den die Fitness aber noch nicht einmal ein Thema sein darf. „Wir haben nicht vor in dieser Woche einen Fehler zu machen“, setzt er seine Spieler unter Druck.

Quelle: wa.de

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