BVB hofft noch auf Einsatz von Torhüter Weidenfeller

Der Australier Mitchell Langerak wäre der mögliche Vertreter von Weidenfeller.

DORTMUND ▪ Eine Frage beschäftigt in dieser Woche alle Fans des Tabellenführers Borussia Dortmund – und natürlich auch Trainer Jürgen Klopp. Kann Schlussmann Roman Weidenfeller am Samstag (18.30 Uhr) im Bundesliga-Spitzenspiel beim FC Bayern München auflaufen? Der Torhüter hatte sich am Dienstag bei einem Zusammenprall im Training mit Mats Hummels eine Bänderdehnung und einen kleinen Kapselriss im Knie zugezogen. Zumindest die Hoffnung auf den Einsatz haben weder Weidenfeller noch sein Fußball-Lehrer aufgegeben.

„Roman geht es besser, was das Schmerzempfinden betrifft“, bestätigt Klopp in der Pressekonferenz. „Wir werden uns die Entscheidung bis zum letzten Moment offen halten. Wenn es die Verletzung zulässt, wird er spielen.“ Und auch für den Fall der Fälle sieht der Dortmunder Trainer den BVB gerüstet: „Wenn Roman nicht kann, dann steht für einen der besten deutschen Torhüter eben der beste australische Keeper zwischen den Pfosten.“

Der ist 22 Jahre alt, wechselte im vergangenen Sommer für 600 000 Euro von Melbourne Victory zum BV Borussia und heißt Mitchell James Langerak. „Wir haben damals einen Hinweis bekommen, Filmmaterial besorgt und uns nach Gesprächen für ihn entschieden“, berichtet Sportdirektor Michael Zorc. „Er ist auch charakterlich ein guter Typ und passt zu unserer jungen Mannschaft.“ In der Bundesliga ist Langerak bisher nicht zum Zug gekommen. Er absolvierte ohnehin nur 90 Pflichtspielminuten für die Dortmunder, und das vor einer Woche in der Regionalliga-Mannschaft beim 1:0 über die Reserve von Borussia Mönchengladbach. „Als ob wir es geahnt hätten“, schmunzelt Klopp. „Und das hat er ganz ordentlich gemacht.“ Ohnehin hat der BVB-Coach keine Bedenken, wenn Weidenfeller ausfallen sollte: „Mitch hat bereits internationale Spiele absolviert, in denen richtig viel Druck herrschte. Und er ist dabei souverän aufgetreten.“ Besonders beeindruckt der 1,92 m große Langerak mit seiner Sprungkraft. „Für einen Mann aus dem Land der Kängurus keine Überraschung“, lächelt Klopp. Den beruhigt zudem das Verhalten seines Torwarttrainers Wolfgang de Beer. „Der Teddy hat unter der Woche trotz Weidenfellers Verletzung eine unheimliche Ruhe ausgestrahlt. Der macht sich überhaupt keine Sorgen“, sagt Klopp. Jedenfalls traut de Beer es seinem australischen Schützling durchaus zu, auch beim FC Bayern bestehen zu können.

Peter Schwennecker

Quelle: wa.de

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