Herber Dämpfer für den BVB beim 1:1 gegen Kaiserslautern

Jürgen Klopp tröstet Robert Lewandowski.

DORTMUND ▪ Nach dem Schlusspfiff stand Jürgen Klopp, Trainer des deutschen Fußball-Meisters Borussia Dortmund, einige Minuten vor der Südtribüne und bedankte sich bei den Fans. Gern hätte der Coach der Schwarz-Gelben im letzten Bundesliga-Heimspiel des Jahres den Anhängern einen Sieg geschenkt, doch das vorweihnachtliche Präsent nahm gestern der 1. FC Kaiserslautern mit. Die Pfälzer erkämpften sich mit etwas Glück vor 80 720 Zuschauern ein 1:1 (1:0)-Unentschieden. Von Peter Schwennecker

Wie aus dem Nichts heraus erzielte Olcay Sahan nach gut einer Stunde den Ausgleich für die Pfälzer. Ein Traumtor, denn der Lauterer war nach Vorarbeit von Christian Tiffert und einer unglücklichen Kopfballabwehr von Lukasz Piszczek mit einer Direktabnahme erfolgreich. Im wahrsten Sinne des Wortes ein Sonntagsschuss, gegen den BVB-Schlussmann Roman Weidenfeller keine Chance hatte. „Das freut mich riesig für meine Mutter, die Fan von Dortmund ist. Beim Meister so einen Treffer zu erzielen, ist natürlich ein Traum“, schmunzelte Torschütze Sahan. „Wenn man beim BVB bestehen will, dann braucht man auch ein Quäntchen Glück“, sagte Lauterns Trainer Marco Kurz nach der Partie. „Für Kaiserslautern ist das ein großer Moment, einen Punkt aus Dortmund mitzunehmen.“

Enttäuscht waren die Gastgeber, die viele erstklassige Möglichkeiten ungenutzt ließen. Robert Lewandowski (14.), Mats Hummels (72.) und der wegen Adduktorenprobleme erst später eingewechselte Mario Götze (80.) trafen nur das Aluminium des FCK-Tores. Zudem scheiterte Lewandowski in der Schlussphase völlig freistehend am guten Schlussmann Kevin Trapp. So blieb das 1:0 durch Shinji Kagawa in der 27. Minute, das Ilkay Gündogan und Kevin Großkreutz vorbereiteten, der einzige Treffer für die Schwarz-Gelben.

„Dass das heute nicht unser bestes Heimspiel war, ist klar. Die Mannschaft musste beißen, das hat sie auch getan“, war BVB-Trainer Jürgen Klopp am Ende nur mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Schließlich mussten die Borussen, die im zehnten Bundesligaspiel in Folge ungeschlagen blieben, neben Neven Subotic, Sven Bender und Sebastian Kehl auch noch auf den grippekranken Lucas Barrios verzichten.

Besonders im Mittelfeld, in dem Ilkay Gündogan und Antonio da Silva die Doppelsechs bildeten, war das Tempo bei den Dortmundern nicht so hoch wie gewohnt. „Es ist nicht einfach, wenn man in dieser Besetzung noch nicht zusammengespielt hat“, nahm Klopp seine Profis in Schutz. „Dann fehlen die Mechanismen. Doch die Jungs sind keine Maschinen, die man einfach mal so anknipsen kann, um dann den 1. FC Kaiserslautern zu schlagen.“

Ähnlich äußerste sich der in der Schlussphase für den angeschlagenen Marcel Schmelzer eingewechselte Patrick Owomoyela. „Wir haben nicht so gut gespielt wie in den vergangenen Wochen. Das ärgert uns. Doch wenn man gleich auf fünf Positionen wechseln muss, dann fehlt einfach auch der Spielfluss.“ Immerhin rückten die Dortmunder durch das Remis wieder hinter den Münchner Bayern auf den zweiten Tabellenplatz vor. „Uns wirft das nicht um. Wir machen genau so weiter“, betonte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Hans-Joachim Watzke.

Quelle: wa.de

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