Der BVB geht in der Pfalz auf Rekordjagd

Neven Subotic kehrt in die Dortmunder Startformation zurück.

DORTMUND ▪ Beim Blick auf die heutige Aufgabe in der Pfalz (18.30 Uhr) leuchten die Augen von Hans-Joachim Watzke. „Für solche Spiele lebt man als Fußball-Romantiker“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung des Bundesliga-Spitzenreiters. „Kaiserslautern gegen Borussia Dortmund – das ist ein Traditionsduell, solche Spiele finden wir klasse“, schwärmt Watzke. „Wenn man den Betzenberg hinauf fährt und sogar ältere Leute einem die geballte Faust zeigen, dann weiß man, was man erwarten kann“, rechnet der Geschäftsführer wieder mit einer außergewöhnlichen Stimmung auf Deutschlands höchstem Fußball-Berg.

Doch die wird der jungen Mannschaft des Tabellenführers nichts ausmachen. Dieser Überzeugung ist jedenfalls der Trainer. „Wir haben in dieser Saison schon einige heiße Begegnungen erlebt“, betont Jürgen Klopp. „Spiele in Kaiserslautern sind wie Derbys. Wir werden uns nicht im negativen Sinne von einer hitzigen Atmosphäre anstecken lassen. Wir fahren da hoch, um Fußball zu spielen.“ Schließlich geht es für die Schwarz-Gelben darum, einen Bundesliga-Rekord einzustellen. Wenn sie einen Dreier landen, wäre das bereits der elfte Auswärtssieg in der laufenden Saison. Das haben zuvor nur Werder Bremen (2004/05) und der Hamburger SV (2005/06) geschafft. „Wir haben das ambitionierte Ziel, unser Spiel mit aller Macht durchzudrücken“, setzt Klopp darauf, dass seine Mannschaft an die gute Leistung aus dem Revierschlager gegen Schalke anknüpfen kann und diesmal dabei aber nicht das Toreschießen vergessen wird. Der Dortmunder Coach erwartet angesichts der bisher enttäuschenden Ergebnisse in der Rückrunde einen angeschlagenen Gegner, der leidenschaftlich kämpfen wird. „Wir müssen von der ersten bis zur letzten Minute dagegenhalten“.

Gegenüber dem Vorwochende wird es bei der Borussia eine Umstellung geben. Die Gelbsperre von Neven Subotic ist abgelaufen. Felipe Santana, der gegen Schalke überzeugte, muss wieder auf die Bank. Eine Maßnahme, die Klopp nicht allzu schwer fällt. „Die Verhältnisse sind doch geklärt“, sagt Klopp. „Für mich wäre es viel schlimmer, Neven Subotic sagen zu müssen, dass er sich das Spiel erst einmal von draußen anschauen muss. Felipe hat gegen Schalke wirklich gut gespielt. Wir werden ihn auch noch brauchen, und er hat bewiesen, dass wir in gebrauchen können.“ Nuri Sahin hat nach seiner Fußverletzung wieder mit der Mannschaft trainiert und wird auflaufen können.

Nach drei Niederlagen in Serie stecken die Lauterer mitten im Abstiegskampf. Und nicht einmal Trainer Marco Kurz glaubt an die Wende. „Wir müssen schon einen sauguten Tag erwischen, wenn wir gegen Dortmund Erfolg haben wollen. Aber wir haben ein volles Haus, und mit den Fans im Rücken kann manches passieren“, wird der Coach auf der Internetseite des Aufsteigers zitiert.

Peter Schwennecker

Quelle: wa.de

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