BVB geht optimistisch ins Duell mit Wolfsburg

Jürgen Klopp ▪
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Jürgen Klopp ▪

DORTMUND ▪ Die Bundesliga-Profis des BV Borussia Dortmund sind es gewohnt, dass sie vor einer Punkte-Aufgabe im Oberhaus per Video auf den Gegner vorbereitet werden. Im Vorfeld der heutigen Partie gegen den VfL Wolfsburg (15.30 Uhr) hat Trainer Jürgen Klopp seine Schützlinge nicht nur mit Bildern der Niedersachsen konfrontiert, sondern ihnen auch Ausschnitte der ersten Halbzeit der letzten Begegnung in Stuttgart gezeigt. Beim 3:1-Sieg im Schwabenland spielten die Borussen, vor allem in der ersten halben Stunde, einen nahezu perfekten Fußball, was Zielstrebigkeit und Effizienz angeht. Von Peter Schwennecker

Was liegt daher also für Klopp näher, als sein Team mit bestem eigenen Anschauungsmaterial auf die „Wölfe“ zu belehren. Denn nach der Länderspielpause geht es in erster Linie wieder darum, die Borussen auf ihr Spiel einzustimmen. „In den verschiedenen Länderteams ist die generelle Herangehensweise und Systematik anders als bei uns“, betont der 42-Jährige. Denn den Weg, den die Dortmunder in Stuttgart eingeschlagen haben, sollen sie auch im Heimspiel gegen den VfL fortsetzen. „Aus dieser Partie haben wir eine Menge Selbstvertrauen mitgenommen“, versichert Klopp. „Die Reaktion, die die Mannschaft nach der Heimniederlage gegen Leverkusen gezeigt hat – und das nach einer Englischen Woche mit der durchaus anstrengenden Reise nach Baku – war schon außergewöhnlich gut“, sagt der Coach.

Eine ähnliche Leistung werden die Schwarz-Gelben auch abrufen müssen, wenn sie gegen den Meister von 2009 bestehen wollen, der sich zuletzt auch noch mit dem Brasilianer Diego verstärkt hat. „Wer viel investiert, der will nicht nur mitspielen“, betont Klopp, der im VfL Wolfsburg einen der großen Meisterschaftsfavoriten sieht. Dass die „Wölfe“ angeschlagen und noch ohne Punkte in den Signal Iduna Park kommen, macht sie besonders gefährlich. Vor allem die vergangene 3:4-Heimpleite gegen die Mainzer nach einer 3:0-Führung wird die Niedersachsen wurmen. „Das wird ihre Konzentration bei uns noch einmal dramatisch steigern“, meint der BVB-Coach. Der wird übrigens keinen Sonderbewacher auf Diego ansetzen. „Seitdem ich hier bin, wird in Dortmund keine Manndeckung mehr gespielt“, beteuert Klopp, der das Ausschalten von Diego und Torjäger Edin Dzeko zur Teamaufgabe erklärt: „Vier Leute mit klaren Aufträgen sind mir lieber als einer, der stur hinterher rennt.“

Geht es nach dem Willen des Dortmunder Trainers, soll die Partie heute in erster Linie von der Qualität der BVB-Mannschaft geprägt werden. Dabei erwarten die Borussen auch ein gut gefülltes Stadion. „Es ist angerichtet“, sagt Jürgen Klopp. „Jetzt müssen wir die Leute nur noch möglichst früh auf unsere Seite ziehen.“

Quelle: wa.de

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